Samstag, 30. Januar 2016

Januar vom tiefen Schnee in den Frühling







Guten Morgen, das wird bestimmt ein schöner Tag.



Meine zarten Schönheiten gucken schon eine Weile aus dem Schnee 
und erfreuen mich mit ihren weissen Blüten. 
Abgesehen von den Winterblühern herrschte Anfang Januar im Garten aber noch tiefster Winter.

Unter dem Schnee bildet die Sternmagnolie schon ihre Kätzchen. 
Sie warten nur auf die kommenden Stonnenstrahlen um dann als ziemlich erster Frühlingsblüher eine risikoreiche Blütenfülle zu entfalten.

Sie ist wunderschön, wenn es nicht friert oder regnet während sie ihr Schauspiel hält

Fotos von 2015




Das Kiesplätzchen war noch in unberührte Schneefelder gehüllt. Ich habe mich nur mit dem Zoom-Objektiv genähert, damit diese Pracht erhalten blieb.


  

Auch auf dem Terrassentisch blühen die Christrosen bei mir (in Töpfchen natürlich). Sie werden dann im Frühling ihren Kameradinnen im Beet Gesellschaft leisten und hoffentlich im kommenden Winter wieder erfreuen.




Auf den Bildausschnitt kommt es halt doch an. Auf dem ganzen Bild wirken die Giesskannen neben dem Plunder der noch drauf ist gar nicht so toll, wie unten.


Der grosse Ziegelturm trägt seinen Wintermantel. Er sieht irgendwie verwunschen aus mit seiner Schneekappe und dem Schal.


Auch die Insekten haben ihren Unterschlupf natürlich noch nicht verlassen. Wahrscheinlich überwintern hier in den Ziegelspalten und zwischen dem Holz auch ein paar Zitronenfalter. Auf die freue ich mich jedes Jahr schon früh.

Die Molche und Frösche sind in der Natursteinmauer und im angrenzenden Wald verschwunden. Schon bald kommen dann die ersten Viecher wieder zum laichen hervor.


Der Blick ins Weideland hinter dem Haus war auch überwältigend. Wie im Skigebiet, nicht ?. 

Und dann kam der Frühling auf einen Schlag. Föhneinbruch mit Temperaturen bis 15 Grad:
Das Kiesplätzli kann wieder genutzt werden, sofern man sich den Hintern warm hält.

Die Kätzchen der Tulpenmagnolie sind jetzt auch schon ziemlich gross, die Sternmagnolie macht mir gerade natürlich Sorgen, denn sie wird bei diesen Temperaturen schon bald die ersten Blüten öffnen...



Das Kiesbeet sieht ohne den Schnee gerade etwas traurig aus, aber ich freue mich schon auf die bunten Pracht in ein paar Wochen.

Schneeglöchen treiben überall, ein paar hole ich mir davon immer auch ins Haus.


Im gelben Beet blühen nicht nur die Primeln, nein ich habe sogar zwei blühende Schlüsselblumen gesehen - was soll das ? Der Strauch in der Bildmitte ist eine Kornelkirsche. Sehr schnittverträglich, sehr frühblühend (natürlich gelb, sonst stände sie nicht hier) und die Früchte sind essbar. Prima Teil.


Im Haus ist noch überall die Winterdeko, ich glaube einfach es ist noch zu früh für Frühling und so hängen noch überall meine Schneesterne:


 Danke, dass Du mal wieder zu Besuch warst. Ich wünsche Dir schöne Frühlingstage, bevor uns der Winter sicher nochmals einholt.

Ich freue mich wenn Du ein paar Worte hinterlässt. Es ist schön zu wissen was meine Leser vom Beitrag denken.

Grüess Pascale

Donnerstag, 28. Januar 2016

Hamamelis Gesichtswasser

Das ich ein Fan von Winterblühenden Sträuchern bin, ist Dir inzwischen natürlich bekannt, dass ich diese auch für meine Gesundheit und Schönheit nutze.



Darum stelle ich Dir hier mein Hamamelis-Gesichtswasser vor.

Die Zaubernuss soll Wunder wirken. Das Gesichtswasser ist nichts anderes als ein Destillat 
aus den Blättern und Zweigen der Pflanze. Die gelösten Inhaltstoffe der Pflanze: Flavonoide, äetherische Öle und Gerbstoffe sind für unsere Haut hilfreich. Sie wirken entzündungshemmend, schmerzstillend und sollen sogar den Alterungsprozess verlangsamen! Also nichts wie her damit.

Die Kosmetikindustrie empfiehlt Hamamelis-Produkte vor allem auch für fettige und Mischhaut. Sie soll durch die Hamamelis wieder ihr Gleichgewicht zurückerhalten. Normalerweise wird dazu die Virginische Zaubernuss verwendet. Es spricht jedoch nichts dagegen dieses Gesichtswasser auch mit der Hamamelis Intermedia (das ist die die bei uns wächst) herzustellen.Wenn Du keine eigene Destille hast, ist das kein Problem, das fertige Hamameliswasser kann in der Drogerie oder Apotheke bezogen werden. 

Sonst habe ich für Dich diese Anleitung gefunden und etwas angepasst.

Herstellung von Hamamelisrindenwasser:

Getrocknete und zerkleinerte Hamamelisrinde über Nacht in Wasser mazerieren (knapp bedeckt 
halten, eventuell nach ein paar Stunden Wasser nachfüllen, da die Rinde viel Flüssigkeit aufsaugt). 

Am folgenden Tag: Die Rinde in die Kolonne der Destille füllen und das mittlerweile dunkelbraune Wasser in den darunter liegenden Wasserbehälter giessen. Wenn nötig bis zur Mindest-Wassermenge  mit normalem Wasser auffüllen. 
Es wird im Verhältnis 1:1 destilliert (also pro 100 g mazerierte Rinde 100 ml geplantes Destillat). 
Sie erhalten ein klares Hydrolat mit aromatisch-herber, holziger Note. 
Dieses Wasser eignet sich als Gesichtswasser oder als Wasserphase (so wie ein Tee) bei der Salbenherstellung für entzündliche Haut, Sonnenbrand und bei Dermatosen. 

Also beim nächsten Strauchschnitt werde ich mir mal einen Auszug machen. 
Ich bin gespannt auf das Resultat. 

Bis dahin geniesse ich die tollen Blüten die mir den Winter verschönern. Davon hole ich mir ab 
und zu einen Zweig ins Haus. Ich bin sicher der tolle Duft ist auch gut für die Gesundheit.

Wenn ich irgendwo noch einen freien Platz für eine zweite Hamamelis finde, dann werde ich mir 
ganz sicher nochmals eine pflanzen. Sie ist so einfach im Umgang und hat sogar zweimaliges 
Umziehen tadellos überlebt. ER sagt: wenn Du sie nochmals zügeln willst: grab selbst! 




Mir gefällt übrigens nicht nur die Blüte auch die Laubfärbung im Herbst ist sehr schön.

Viel Spass bei der Wellness-Pause.

Grüess Pascale 

Die KLICKs:

Hier kannst Du Dir bei Lubera eine Hamamelis bestellen: (KLICK). Ich hätte gerne noch eine Rote. 
Hier kannst Du Dir, falls Du in die Welt der Destillation eintauchen möchtest, eine Destille bestellen (KLICK)
Hier findest Du meinen Beitrag über die Hamamelis als Pflanze ... der fehlt noch. 
(Ich werde über sie schreiben und verlinken.)

Donnerstag, 21. Januar 2016

Grün geht es ins neue Gartenjahr


Frühlings-Entschlackungs-Smoothie 


Smoothies sind in.  Aber das wusstest Du sicher schon, man kommt ja gar nicht mehr um sie herum.
In meinem Bekanntenkreis hat schon fast die Hälfte eine spezielle Smoothie-Maschine. Ich besitze keine und die brauchst Du für diesen Drink auch nicht. Was wir brauchen ist ein Mixglas wenn
möglich auf der Küchenmaschine oder sonst reicht auch der Pürierstab . 




Jetzt kannst Du mit Deiner Frühernte eigene Smoothis kreieren. Dieses Rezept soll uns gegen die Frühlingsmüdigkeit helfen und uns fit für die kommende Gartensaison machen. Ich glaube es wirkt
nur, wenn wir den Drink regelmässig zu uns nehmen, darum ist es toll, dass wir Smoothis immer neu 
variieren können.

Die Reaktion vom Mittagstisch war ja sehr interessant:  „Muss ich das trinken ? Das sieht giftig aus! 
Was hast Du da drin? Ich mag keinen Spinat. Das weisst Du – wenn dann nur im Kartoffelgratin... „ 
Die Nase rümpft sich, die Augen werden schmal. Sie sieht aus als ob ich ihr den Schierlingsbecher 
gereicht hätte.  „Ich trink das nicht!“.
Mein Mann musste am Abend als Versuchskaninchen herhalten. Ihm hat die süsse Variante 
geschmeckt, sicher hätte er die Scharfe noch lieber gehabt, die versuchen wir dann am kommenden Wochenende.

Spinat ist reich an Folsäure, diese soll unsere DNS schützen und die Regeneration der Zellen stärken. 
Prima, so kann Spinat also als Hauptzutat in unseren Frühlings-Entschlackungs-Smoothie rein.

Um diese Jahreszeit (falls der Schnee bei Dir auch schon geschmolzen ist) treiben auch unsere 
„Freunde“ die Brennesseln aus. In der Volksmedizin wird dieses „Unkraut“ seit Generationen für 
Frühjahrskuren gebraucht. Ihre Wirkung ist entschlackend und entgiftend.
Die Chiasamen sind ein bei uns neueres Nahrungsmittel. Sie werden sogar als Superfood bezeichnet 
und bereichern unseren Smoothie mit Eiweissen, Omega 3 und 6 Fettsäuren sowie Calcium.  
Wenn  Du keine bekommen kannst, lass sie weg und gibt statt dessen eine Macadamia-Nuss mehr hinzu.

Dass ein Apfel am Tag gesund ist, wissen wir. Ich muss nicht wirklich erklären warum, oder? 
Die Zitrone liefert uns Vitamine und die Macadamia-Nüsse sollen gut für unseren Cholesterinspiegel 
sein. 


Mir scheint mit diesem Drink hat die Frühlingsmüdigkeit keine Chance bei mir (Hoffentlich…) 


Also dann wollen wir mal: 

Variante Süss

1 Tasse Spinat
1 Tasse frische Brennesselblätter falls vorhanden, sonst verwenden wir 2 Tassen Spinat
2 TL Chiasamen
3 Macadamia-Nüsse
Saft einer halben Zitrone 
1 grosser Apfel geviertelt, entkernt, in Stücke geschnitten
1 Fingerbeergrosses Stück Ingwer geschält in Stücke geschnitten
1 EL Honig falls wir den Drink süss haben möchten.
Wasser 500ml

Variation Pikant

Den Apfel weglassen.  Anstelle vom Honig gewünschte Gewürze wie Paprika, Pfeffer und etwas Salz. 

Variation Scharf

Den Apfel weglassen. Würzen mit Chilli oder Wasabi und auch diese Mischung mit Salz und Pfeffer 
nachwürzen.

Die beiden Variationen eignen sich gut auch als ungewöhnlicher Aperitiv.
Sie können mit Wodka aufgepeppt werden.

Und so bereiten wir den Smoothie zu.

Die Chiasamen werden in den Mixbecher gegeben und zusammen mit den Macadamia-Nüssen mit 
dem Wasser übergossen und ein paar Minuten stehen gelassen.  
Jetzt kommen die restlichen Zutaten hinzu. Das ganze cremig pürieren und geniessen. 

Wie Du gesehen hast, kannst Du einen Smoothie ganz einfach herstellen und nach Lust und Laune 
kann der gesunde Drink mit Gewürzen verfeinert werden.  
Einmal  Süss und zur Abwechslung mal Pikant.

Proscht:  Auf einen gesunden Frühling.

Ah ja: mir schmeckt die Süsse Variante am Besten.

Grüess Pascale

Donnerstag, 14. Januar 2016

Buch: Lexikon der alten Gemüsesorten


Willst Du dieses Jahr mal etwas anderes im Garten anbauen ? Voilà ein neues Standardwerk dazu

Kennen Sie Safier Kartoffeln, die Tomate Rheinlands Ruhm, den Maikönig, deutsche Riesentrauben oder die Znaimer Gurke? Diese und viele andere Gemüsesorten waren einst bei uns in Mitteleuropa verbreitet, sind heute aber in Vergessenheit geraten. Viele von ihnen lohnt es, für den Garten und die Küche wiederzuentdecken.



Über 800 Gemüsesorten werden in fundierten Porträts vorgestellt. Es wird berichtet, woher die Gemüsesorten kommen und wie alt sie sind, wo sie angebaut wurden, wer sie entwickelt und gepflegt hat. Hinzu kommen Porträts von Menschen, die heute mit festen Raritäten arbeiten.

Bei jeder Gemüsesorte ist eine Bezugsquelle angegeben. Die vorgestellten Sorten eignen sich für jeden Hausgarten, für den Anbau auf dem Balkon und in Töpfen.



Ein unverzichtbares Nachschlagewerk für alle Hobbygärtnerinnen und engagierten Gemüseköche.




Herausgeber: ProSpecieRara, ProSpecieRara Deutschland, Arche Noah, Hortus

soweit der Pressetext.

Ehrlich ich muss sagen ich bin geplättet, das Buch ist schwer, wirklich schwer, es hat 672 Seiten und auf jeder werden 
1-3 alte Gemüsesorten beschrieben inkl. Bild...
 Persönlich bin ich Anfangs davon total Überfordert gewesen. Aber ich habe mir vorgenommen, in Ruhe die Planung für die Gemüsebeete zu machen - (Du liest richtig eine Planung... hoffentlich klappt das bei mir dann auch) und dabei diese alten Gewächse zu berücksichtigen. Einen Teil verwende ich schon länger und wusste das auch, aber es gibt noch viel altes wieder neu zu entdecken.

Was ich ganz toll finde sind die Sorten-Empfehlungen ab Seite 634
eine Liste für Feinschmecker
eine Liste für Balkon und Töpfe
eine Liste für Nachkulturen
Eine Liste fürs Einmachen
Eine Liste für den Winter
Eine Liste für Höhenlagen

*Ha so was tolles, ich glaube ich nehme die Nachkulturen und die Töpfe-Liste da ich ja im Hochbeet Gemüse anbaue. Mal sehen.

In Zeiten von Industriellen Monokulturen ist es vermehrt an uns kleinen Gärtnern die alten Sorten anzubauen und zu erhalten, es wäre schade, wenn dieses Genmaterial völlig verschwindet , nur weil es vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit braucht oder nicht mit Maschinen geerntet werden kann.

ISBN: 978-3-03800-620-6 
Umfang: 672 Seiten 
Gewicht: 2566 g 
Format: 19.5 cm x 26.5 cm 

Bestellen kannst Du das Buch direkt beim AT-Verlag (Klick aufs Titelbild) oder beim Buchhändler Deines Vertrauens.

Die Samen zum Buch bekommst Du hier: 

Schweiz:

Deutschland

Österreich

Donnerstag, 7. Januar 2016

Hustensirup

Schon geht die Räusper-Hust-Zeit wieder los. Ach wie gut könnten wir alle darauf verzichten.
Entweder kurz vor Weihnachten oder im Januar erwischt es glaube ich jedes Familienmitglied einmal mit Husten.







 Zum Glück gibt es da meinen Kräutergarten. Schon im Sommer muss ich daran denken, die Hustenkäuter zu ernten.

Dieses Jahr habe ich einen traditionellen Schicht-Sirup gemacht.
Bisher kochte ich diesen Sirup, genau wie jeden anderen Kärutersirup ein. Heuer
nehme ich dazu ein anderes Rezept, es soll sehr hilfreich sein. Anstelle von Kandiszucker kannst Du auch Honig verwenden. Den Schicht-Sirup lässt Du eine Nacht stehen bevor Du ihn abseihst.



Natürlich habe ich auch dieses Jahr wieder meinen bewährten Erkältungsbalsam gemacht.

  




Ich wünsche Dir eine Erkältungsfreie Winterzeit und weiterhin einen schönen Advent.

Grüess Pascale