Dienstag, 29. April 2014

Gundermann - Glechoma hederacea

Der Gundermann (Glechoma hederacea) wächst vor allem in frischen, nährstoffreichen Säumen, Wäldern und Wiesen.
Und bei mir (leider) ganz gerne im Rasen. Er bevorzugt feuchten, schweren, fruchtbaren sowie kalkhaltigen Böden vor.

Er bildet lange, niedrige Ausläufer, von denen aufrechte Blütensprosse aufsteigen.
Aufgrund der ätherischen Öle und der Bitterstoffe wurde der Gundermann früher als Gewürzpflanze verwendet.



Anbau im Garten
Würde ich nicht empfehlen, meist kommt er alleine im Rasen oder kann an Säumen gepflückt werden.

Magisches
In vielen Regionen spielte der Grundermann eine Rolle im Milchzauber.
Durch Beifügen von Kräutern wurde die Milch haltbarer gemacht oder z.B. mit der Butterblume die Butter gelber gefärbt, als sie eigentlich wäre.

Heilkräfte
Hildegard von Bingen empfahl die Verwendung der Pflanze gegen Kopf- und Ohrenschmerzen. In der chinesischen Medizin wird er bei Lungenkrankheiten eingesetzt.

Rezept
Im Frühling gesammelte junge Blätter wurden früher als Gemüse gekocht, unter anderem in den Gründonnerstagsgerichten.  Er fand als Gewürz Verwendung.
Der Geschmack ist eine Mischung aus Minze und Lakritze sowie Bitterstoffen.

Grüess Pascale

Montag, 28. April 2014

Flieder - Syringa



Der Flieder ist ein sommergrüner Strauch welcher uns mit intensiv duftenden Blüten im Mai bis Juni erfreut. Er steht gerne sonnig.

Er hat leider einen starken Ausbreitungsdrang, welchen er mit Wurzelausläufern auslebt. (Vorbeugen mit einer Pflanung in einer Wurzelsperre) Auch wird der Flieder mit den Jahren zu einem ansehnlichen Strauch/Baum und wird einigen Schatten in den Garten bringen. Er ist wirklich nur für grössere Grundstücke geeignet.

Anbau im Garten
Der Strauch hat einen starken Ausbreitungsdrang man muss regelmässig die Wurzelschösslinge abmähen oder ausreissen. Er braucht Platz und wird 3-4 Meter hoch.

Magisches / Mythologisches

Der Legende nach verwandelte sich die Nymphe Syrinx in einen Fliederstrauch, als sie vom liebestollen Gott Pan verfolgt wurde. Er soll aus den Zweigen seine erste Flöte geschnitten haben.

Heilkraft
Ein Tee aus den Blüten hilft der Verdauung. Ein Aufguss aus den getrockneten Blättern und Rinde hilft gegen Fieber (max. 2-3 Tassen pro Tag).

Räuchern
Sein Duft soll Harmonie verbreiten, er dient als Schutz und Reinigung.

Rezept
Die intensiv duftenden Blüten passen hervorragend zu Süssspeisen. Sie können als Sirup, Gelee oder Bütenzucker verarbeitet werden.Kandierte Fliederblüten sind eine extravagante Alternative um eine Torte zu dekorieren. Auch Essig und Öl geben sie eine besondere Note.

Danke für Deinen Besuch.
Grüess Pascale


Freitag, 25. April 2014

Rotklee - Trifolium pratense





Der Rotklee (Trifolium pratense) wächst bei uns in Europa auf Wiesen und Weiden. Er ist in ganz Europa verbreitet.

Anbau im Garten
Der Rotklee wird meines Wissens nicht in Gärten angebaut, da er in unserer Umgebung gut zugänglich auf natürlichen Wiesen zu finden ist. Falls ihr eine Blumenwiese im Garten habt, siedelt er sich meist auch dort aus. Er mag eher fettere Böden.




Magisches
Rotklee wird zur energetischen Reinigung von Räumen verwendet. Dazu wird ein Esslöffel der Kleeblüten in eine Tasse Essig gelegt. Nach ein paar Tagen kann das Elixier zum besprengen oder Reinigen von Räumen genutzt werden.
Früher wurden mit Rotklee Furchbarkeitszauber gemacht, heute, das wir seine Inhaltstoffe kennen ist das nicht mehr so abwegig, denke ich.
Heilkraft
Rotklee enthält Phytoöstrogene, welche sich positiv auf den weiblichen Hormonhaushalt auswirken. Diese haben sich als hilfreich bei der Vorbeugung von Gefäßerkrankungen erwiesen. Auch zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden werden heute Rotklee Kapseln und Rotklee Tee verwendet.

In der Volksmedizin gelten die Blüten als altes Heilmittel gegen Durchfall, Bronchitis und Magenbeschwerden. Rotklee wirkt schleimlösend bei Erkältungen.
2 Teelöffel Blüten mit 1 Tasse kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten stehen lassen - trinken .

Rezept
Rotklee schmeckt gut in einer Blütenbutter. Aus den Blüten kann auch ein Kräutersirup zubereitet werden. Die Kinder lieben es in einer natürlichen Wiese die einzelnen Blüten herauszuzupfen und den Nektar zu saugen.

Danke für Deinen Besuch. Er hat mich sehr gefreut.
Grüess Pascale



Sonntag, 20. April 2014

Schollenmühle - Bannriet

Wisst ihr wie Torf abgebaut wurde und (leider) zum Teil immer noch wird?

Ich nehme Euch heute mit in ein wunderbares Naturschutzgebiet, welches im alten Torfabbaugebiet im oberen Rheintal in der Schweiz entstanden ist.
Willkommen im Bannriet/Schollenriet

Ich liebe dieses Schutzgebiet ganz in unserer Nähe. Zu jeder Jahreszeit ist hier viel zu sehen. Na ja im Winter eher nur die Landschaft, aber jetzt im Frühling erwacht das Leben in den alten Torfgräben, auf den Streuflächen und in den Heckensäumen. Am besten lasse ich jetzt die Bilder sprechen.


Wo will ich denn hin ?

Wer sehen will muss steigen

Auf dem Aussichtsturm

Ein alter Entwässerungsgraben



Alter Torfgraben der nun ein wunderbares Biotop ist. Das Wasser ist ausschliesslich Regenwasser.


Blesshuhn (Taucherli) am Brüten



Handgestochene Torfballen 


Mein Favorit ist ja der Unterwasser-Würfel. Von dieser versenkten Beobachtungsplattform aus, hat man einen ganz speziellen Blick auf einen der vielen Teiche.

 Wir haben einen wundervollen Ostersonntag-Nachmittag im Riet verbracht. Natürlich kommen wir bald wieder, ist ja nur eine Radtour entfernt.

Dieser Ausflug ist auch empfehlenswert für Familien mit Kindern. Die Wege sind alle in der Ebene und können gut auch mit dem Rad befahren werden. Ansonsten herrscht hier striktes Fahrverbot. Wenn ihr mehr Informationen oder eine Broschüre möchtet findet ihr die hier www.pro-riet.ch.

Ich hoffe ihr findet den Weg ins Rheintal gelegentlich und freut Euch an unserer wunderschönen Landschaft.
Und noch etwas für den Umweltschutz, das mir am Herzen liegt:
Bitte verwendet keine torfhaltigen Erden in Euren Gärten. Sie werden in solch wundervollen Landschaften abgebaut. Diese natürlichen Feuchtgebiete werden dazu trockengelegt. Die Torfballen werden dann mit Maschinen abgestochen und uns in den Gartencentern konsumbereit verpackt dargeboten. Die Landschaft sieht danach entsprechend aus und Leben gibt es in diesen Bereichen (sofern nichts dafür getan wird) für Jahre so gut wie keines mehr.
Auch fürs Moorbeet habe ich keinen Torf benutzt. Die Heidelbeeren und Rhododendron wachsen im Rindenmulch genauso gut.
Danke für Euren Besuch. Schön, dass ihr dabei wart.
Grüess Pascale

Donnerstag, 17. April 2014

Apfelblüten - Apfelbaum



Apfelbäume gibt es inzwischen vom Spindelobst bis zum Hochstamm, also passend für jeden Garten.

Unser angrenzendes Landwirtschaftsgrundstück ist mit 6  Hochstämmen zum Teil mit alten Sorten bepflanzt. Ein Baum ist eine Anschaffung fürs Leben und genauso ist es mit den Apfelbäumen.

Hochstämme tragen erst nach 5-10 Jahren regelmässig und nennenswert. Wir haben noch zwei Bäume von der Urgrossmutter, welche noch immer Etrag bringen.

Mit den Spindelbäumen, Niederstämmen, etc. ist es etwas anderes und je nach Veredelung sind diese Pflanzen nicht so langlebig, dafür tragen Sie per sofort Obst.

Anbau im Garten
Ein Baum braucht Platz, der sorgfältig ausgewählt werden muss, ein Umpflanzen von Hochstämmen ist meist fast unmöglich.

Wenn ihr lieber niedriges Obst habt. Wählt Spindelbäume, Spalierobst, Niederstämme.

Magisches

Apfelblüten werden zum räuchern verwendet. Sie sollen Schwermütigkeit vertreiben und die Seele reinigen.

Aepfel wurden früher an Samhain für Liebeszauber geopfert. Die Kugelform der Aepfel gelten als Symbol für das unvergängliche also auch für Unsterblichkeit.

Heilkraft

Aepfel können bei Verstopfung gegessen werden. Sie sollen helfen den Cholesterinspiegel zu senken. Zerdrückte Apfelblätter sollen Entzündungen bei Wunden vermeiden.

 

Rezept
Apfelpunsch
Apfelblüten können gut in Eiswürfel eingefrohren werden oder in  Blütensalate beigemischt werden. Getrocknet und mit erfrischenden Kräutern zum Tee, auch Apfelschalen sind dazu übrigens ausgezeichnet geeignet.
Nach meinem Geschmack haben sie so gut wie keinen Eigengeschmack aber sie sind hübsch anzusehen.



Danke für Deinen Besuch.
Grüess Pascale



Dienstag, 15. April 2014

Verrückte Vögel

Ich hab nen Vogel oder eher gesagt einen ganzen Baum und mehrere Ecken im Haus voll...












Anleitung





Sonntag, 13. April 2014

Die Saison ist definitiv eröffnet

Schau Dich um! Es  ist Frühling !




Der Gemüsegarten ist bepflanzt resp. besäht mit
Salat in verschiedenen Sorten
Lauch fast schon erntebereit noch vom Winter
Kohlrabi
Broccoli
Winterblumenkohl
Erbsen gemischt mit Wicken
Randen Chioggia Sorte
Spinat
Kartoffeln in 6 Sorten (da bin ich ja gespannt)
Zwiebeln

Es fehlen nur noch die Gurken, Tomaten, Zucchetti, Bohnen und Kürbisse. Die kommen dann erst im Mai nach den Eisheiligen. Ich hab mal in einem alten Gartenbuch gelesen, dass die Bohnen von Jungfrauen in der Abenddämerung nackt ausgesäht werden sollten. Der Sinn dahinter ist klar, wenn die Damen nicht mehr vor Kälte schlottern ist es warm genug für Bohnen *hihi ob das wohl wirklich so gemacht wurde wage ich zu bezweifeln. Meine Prinzessin würde mich anschimpfen...


Die Beeren blühen zum Teil schon, die Johannisbeeren und die Heidelbeeren tragen schon grüne Früchte.



Neu werde ich Besitzerin von zwei Hochbeeten. Das Grundgerüst ist schon mal eingeschlagen. Das erste Beet ist schon bis zur Astschicht befüllt - woher nehme ich jetzt die Erde ? ÖHM, habe ich nicht zu Ende gedacht, da ich ja hier keinen Rasen hatte sondern schon ein normales Beet, fallen weder Grasoden noch Erde an. Mal sehen wer ein Einsehen mit mir hat...
Ich weiss es fehlen noch die Wände. Sie sind gerade in der Werkstatt und werden vom Liebsten zurecht geschnitten
(er sagt, dass es sonst wieder keine gerade Sache wird. Er hat ja Recht, aber muss er mir das jedes Mal unter die Nase reiben ...)


Der erste komplette Jätdurchgang ist auch abgeschlossen und bereits könnte ich von vorne Anfangen, gehts Dir auch so ? Das unerwünschte Beikraut wächst einfach zu schnell. Es ist zwar viel besser geworfen durch die verdichtete Bepflanzung, aber eben jäten bleibt jäten.

Die Tomaten sind ausgesäht und ich warte auf ihre Triebe. Die Gurken und Zuccettis müssen noch warten, ich brauch nochmals Anzuchterde oder vielleicht säe ich sie dann auch gleich an ihren Standort aus.



Den Rasen haben wir nun schon zweimal gemäht und auch die Wiesenwege sind getrimmert.



Den kompletten Obstbaumschnitt (den ich nicht fürs Hochbeet gebraucht habe) habe ich einfach beim Bachkompost aufgeschichtet. Er bietet dort den kleinen Lebewesen Unterschlupf: Igel, Kröten, Molche, Salamander, Blindschleichen wohnen dort. Auch im Garten habe ich an zwei Ecken einen Igelunterschlupf aufgeschichtet, der Kerl schleicht aber irgendwie nur noch Aussen rum. Ich glaube er mag die Katze nicht... Schade aber man kann nicht alles haben.


Das Wildbienenhotel resp. Insektenhotel ist bereits schon zum Teil bezogen und ich bin gespannt wie viele Löcher dieses Jahr zugemauert werden.


Es grünt und blüht, genau so muss es dann am Samstag sein, wenn der Garten zum ersten Mal in diesem Jahr eine offene Tür hat. Kommst Du vielleicht auch vorbe? Das würde uns sehr freuen!

http://www.offenergarten.ch/

Danke fürs Reinschauen. Schön, dass Du da warst.

Grüess Pascale

Freitag, 11. April 2014

Narzissentraum


Bevor der Traum in weiss endgültig vorbei ist - komm nochmals mit mir mit um in den Narzissen schwelgen. Für dieses Bild liege ich unter der Schaukel beim Nussbaum im hohen Gras. Den Kindern verbiete ich immer durch die Wiese zu gehen sobald das Gras höher als die Waden reicht, damit es dann später vom Pächter auch noch gut gemäht werden kann.


Dieses Jahr waren sie viel früher dran, so dass am kommenden Samstag am Tag der offenen Gartentür nun wahrscheinlich nur noch ein paar Nachzügler blühen werden - schade.



Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.


 

Weiss jemand warum die Fotos hier nur unscharf sind? Die Originale sind ok und eigentlich gross genug - auf jeden Fall entschuldigt die Qualität, ich hoffe ihr geniesst trotzdem mit ...

Danke für Euren Besuch.
Grüess Pascale