Freitag, 5. August 2016

Ein Vorgarten wird pflegeleicht

Ein Garten in welchem bisher alles wächst, was anderswo keinen Platz mehr fand, wird modernisiert und zugänglich gemacht.


Der hintere Hybiscus muss bleiben

Lauter Geschenke, Ableger, ein kunterbuntes frohes Durcheinander ist dieser Vorgarten bisher.

So ein Garten kann ein Farbenpuzzle sein, welches das Auge erfreut und uns an alle Lieben erinnert von welchen wir die Pflanzen bekommen haben.

Er macht aber auch viel Arbeit. 
Er ist nicht wirklich struktuiert und man bekommt immer mal wieder eine neue Pflanze, die auch noch irgendwo mit hinein muss. 
Es ist schwierig NEIN zu Pflanzengeschenken zu sagen...(nicht wahr?)

So sieht es nicht nur bei. .. im Eingangsbereich aus.

Die Hortensie muss auch bleiben und 


die Weigelie muss wirklich bleiben, 
da führt wirklich kein Weg dran vorbei ;-) und die Chameacyparis im Hintergrund ist zwingend für die Weihnachtsgestecke notwenig. 
Yes. Ich verstehe.


Der Johannisbeer muss bleiben, darf aber in Form gebracht werden und die Hecke ist natürlich schon alt eingewachsen und wird weiterhin als Grenze benötigt. 

hmmm.... 
viel Grün, kein richtiger Zugang um dem Dschungel Herr zu werden.

Sie haben sich nun entschlossen etwas dran zu ändern. Sie mögen nicht mehr Stunden im Schattengarten mit jäten und hermstochern verbringen.
Was ich gut verstehen kann.

Sie möchten mehr Platz um das Rad auch mal auf die Schnelle zu parkieren, ohne dass sie um die nicht zu versetzenden "Balkonträger" herumrangieren müssen und sie hätten im Hochsommer gerne ein Plätzchen wo sie in den Schatten sitzen können, denn der Hauptgarten des Hauses liegt dann den ganzen Nachmittag an der prallen Sonne.

Ich habe 3 Vorschläge für ... ausgearbeitet und bin gespannt ob sie sich wirklich von ihrem kunterbunten Flecken trennen wird :-)

Da der Garten sehr pflegeleicht und zugänglich werden soll, habe ich in allen 3 Varianten auf den bereits bestehenden Pflasterbelag von vor der Haustüre zurückgegriffen. Dadurch entsteht eine optische Weite, weil das Auge das immer gleiche Muster in den Platten antrifft. Ja nach Wunsch kann noch mit einem anderen Stein auf einen Blickpunkt hingeleitet werden oder ein Sitzplatz mit einem kreisförmigen Muster betont werden.


Variante 1 
setzt auf Töpfe, die auf den Pflasterbelag gestellt werden und so die Höhe der Buchenhecke optisch etwas verkürzen. Wichtig finde ich, dass bei dieser Variante dann kein Topfchaos entsteht und so habe ich mich für gleichgrosse rechteckige Exemplare entschieden. 
Durch die Topfkultur ist es den Besitzern freigestellt ob Sommerflor 
oder winterharte Schattenstauden verwendet werden.

Geeignet wäre eine Mix aus Hostas und Petunien oder Geranien oder Schattenlieschen vor und ich denke die beiden Minzen würden sich auch besser fühlen im Schattengarten. 



Variante 2 
hat noch immer ein relativ grosses Beet, das um die Chameacyparis herum angelegt wird. Passend zu dieser Konifere würde ich gleich ein paar Mini-Thuja-Kugeln einpflanzen und den restlichen Boden mit weissem Immergrün oder mit Turiner-Meier oder einem anderen zuverlässigen Bodendecker bepflanzen.
Damit es noch Platz für das Tränende Herz und Sommerflor hat habe ich in der gegenüberliegenden Ecke ein Betonhochbeet(chen) geplant, wo diese Lieblinge weiterhin Platz hätten.


Variante 3 ist die Radikalste. 
Nur der Chameacyparis bleibt in einem mit Kies bedeckten abgetrennten Bereich bestehen. Dieser kann je nach Wunsch mit einer niedrigen Hecke eingefasst werden um noch etwas Grün zu behalten oder geht direkt mit einer versenkten Abgrenzung in den Pflasterbelag über.


In allen Varianten sind die Pfosten, auf welchen ein Balkon abgestützt ist, mit schon bestehenden Clematis berücksichtigt. Ich persönlich würde zusätzlich zur Clematis noch eine Duftende Kletterrose dazusetzen, das gibt Farbe und ein schönes duftiges Heimkommen.

Der alte Johannisbeerstrauch sollte eigentlich auf die Sonnenseite zügeln, dann wird er wohl auch mehr Beeren entwickeln. Aber er soll hier im Schattengarten bleiben. Ich habe mich entschieden daraus 3 Stämmchen zu ziehen, so wird das ganze etwas luftiger.




Es ist immer dasselbe mit GartenUMgestaltungen. Es kommt darauf an von welchen Pflanzen sich der Gärtner überhaupt zu trennen bereit ist und je nach dem hat man mehr oder weniger Möglichkeiten für die Gestaltung, die dann selbstverständlich um diese Lieblinge herum gemacht wird.

Sie hat sich übrigens für eine überarbeitete Variante 2 entschieden.
Jetzt warte ich noch auf das OK für die Umsetzung. 
Ein Gärtner wird die groben Arbeiten machen und ich übernehme dann anschliessend die Pflanzung. 
Wenn wir soweit sind werde ich das Resultat gerne hier festhalten :-)

Schön, dass Du da warst
Grüess Pascale