Sonntag, 28. August 2016

Monatsblick August 2016

Fast wäre der Blick bei mir vergessen gegangen, das liegt wohl daran, dass ich letzten Freitag anstelle des normalen Posts zur Abwechslung mal bei den Freitags-Blümchen von
Holunderblütchen mitgemacht habe.

Aber hier, hier kommt nun noch der normale Monatsabschluss aus dem Hause Pascale.


Im Morgenlicht wirkt die ganze Szene schon etwas Herbstlich

Das weisse Beet startet z um letzen Höhepunkt mit weissen Fetthennen, Rispenhortensien, einer Staudenclematis im Flieder und im Hintergrund den hohen Herbstanemonen.

Am Teich ist der Wechsel der Jahreszeit ganz klar zu sehen. Sie Farne werden schon braun und der Ahorn ist nicht mehr so saftig.

Das Kiesbeet wurde von den Gräsern übernommen. Sie dominieren diesen Blick jetzt vollkommen.

Auch von der anderen Seite her gesehen, haben die Gräser nun die Hauptrolle.
Der Vogelbeer wirft schon die Blätter von sich, was hier wirklich an den Herbst denken lässt.


Das gelbe Beet ist gerade kein schöner Anblick, darum habe ich hier nur einen kleinen Ausschnitt genommen. Dies sind irgendwelche wilden Löwenmäulchen, die ich letztes Jahr an einer Böschung mitlaufen liess, daneben leuchtet der Goldliguster.

Der Kräutergarten ist noch in Hochform, aber auch hier geht die Ernte merklich zurück.

Die Hochbeete sind noch immer voller erntebereiter Gemüse, dazwischen streckt sich schon der Lauch.

Die Herbsthimbeeren sind voller Früchte, die jeden Morgen ins Müesli wandern dürfen.
Diese Sorte hier heisst Automn Best (both. Rubus). Sie hatte bei mir noch nie Krankheiten und fruchtet zuverlässig ab August.
Herbsthimbeeren sind einfacher zu halten als die Sommer-Himmberen. Nach der Ernte im Winter werden die Triebe einfach über dem Boden abgeschnitten und kompostiert. Voilà. Kein Aussortieren von diesjährigen und letztjährigen Trieben. Sie fruchten am diesjährigen Holz.

Mein Lieblingsblick wenn ich jetzt heimkomme ist klar dieses Trio. Es wächst im Vorgarten neben meiner Garageneinfahrt.
Dafür, dass ich Gelb nicht mag, muss ich sagen mein Vorgarten ist schon sehr Gelb-Dominant ;-)

Die Rose Graham Thomas blüht seit Mai immer mal wieder und sie duftet traumhaft.

Auch dieses Bild steht im Vorgarten. Pflegeleicht und wunderschön.

Den Rosen hat anscheinend das nasse Wetter gut getan. Sie wuchern wie verrückt und sogar die kranken Blätter sind bei fast allen wieder weg.

Dies hier ist eine Enttäuschung. Ich weiss nicht was mit diesem Beet nicht stimm.
Die Stangenbohnen sind grad mal, nein nicht die nur EINE Stangenbohne ist grad mal Hüfthoch, die anderen sind so gut wie gar nicht gewachsen. Dasselbe ist mit dem Mais passiert ???
Das Beet hat wie alle anderen auch im Winter Mist bekommen und wurde regelmässig gewässert. So eine Pleite gibt es halt ab und zu auch einmal.

Die letzten Lavendelsträusschen hängen zum trocknen. Die Lavendel habe ich schon vor einem Monat geschnitten, jetzt habe ich einen schönen Blick auf die silber-grünen Kugeln die neu durchgetrieben sind, überall im Garten.


Das Spalierobst ist übervoll. Ich bin gespannt auf den Geschmack.

Hier siehst Du die Entwicklung der letzten Monate



So jetzt wünsche ich Dir einen schönen Sonntag. 
Ich habe mich gefreut, dass Du auf den Rundgang mitgekommen bist :-)

Dieser Post wird verlinkt bei Tabea in der 12tel-Blicksammlung

Grüess Pascale

Freitag, 26. August 2016

Freitag Blümchentag

Friday Flowerday

Aus Vanille-Fraise wird ein Spätsommer-Strauss









Es schöns Wucheänd

Grüess Pascale

Dienstag, 23. August 2016

Ravioli mit Occa-Blätter-Füllung


Wenn Du im Juni meinen Bericht über Occa im Newsletter von Lubera gelesen hast, dann weisst Du, dass die Blätter säuerlich frisch schmecken. Diese Geschmacksnote hat mich schon vor einer Weile auf die Idee gebracht eine Raviolifüllung damit zu machen.


Bis ich allerdings den Weg in die Küche gefunden hatte, brauchte es dann doch ein paar Wochen. 
Es kommt ja immer etwas dazwischen. Entweder ist es zu heiss für Ravioli oder man hat schon andere Termine oder schlicht keine Lust auf eine Küchenschlacht.


Aber gestern: Gestern habe ich mich zusammengerafft und mich endlich in die Küche gestellt um die Raviolischlacht zu beginnen.

Die Küche sieht bei mir nach selber gemachten Raviolis, immer aus wie Sau. Überall Mehlstaub. 
Ich hasse das und jedes Mal schwöre ich mir, dass ich in Zukunft einen fertigen frischen Teig beim Grossverteiler hole und jedes Mal vergesse ich das wieder bis ich dann beim Teig auswallen bin und er überall klebt und ich wieder überall Mehlstaub verteile *lach



Also bitte kauf Dir einen frischen, fertig ausgewallten Pastateig beim Grossverteiler, es ist viel einfacher.
Die Füllung geht wie folgt:




Zum Warten auf ein Küchentuch legen, dann portionenweise im fast kochenden Salzwasser sieden. Die Ravioli sind fertig, wenn sie oben schwimmen.

Als Sauce haben wir Zitronenthymian in Olivenöl angebraten. Eine Prise Salz darübergestreut und etwas Parmesan gehobelt. Perfekt.


Geschmeckt hat es meinem Mann und mir sehr gut. 
Der Sohn hat Ferien und wurde verschont. 
Die Tochter hat ihre Raviolis ohne Füllung und nur mit Parmesan gegessen, sie ist gar nicht für Experimente zu haben.

Jetzt bin ich gespannt, wie die Occa-Knollen dann schmecken. Ich muss gleich nochmals nachlesen, wann diese Erntereif sind. Ich hoffe nicht bevor alle Tomaten reif sind, denn ich habe die Occas unter die Tomaten gepflanzt, damit ich sie im Blick behalte.

Grüess Pascale

PS:  Die Ernte findet gemäss Lubera so spät wie möglich statt. Also etwa im November, einfach bevor die starken Fröste kommen, bis dann habe ich sicher die Tomaten alle geerntet ;-).


Montag, 15. August 2016

Sommer

Weil es endlich ein paar Tage Sommer ist, habe ich Lust ein paar Fotos mit Dir zu teilen.

Die Rispenhortensie Vanille-Fraise.
Sie blüht in Weiss auf und wechselt die Blüten danach im Spätsommer zu Rosa.

Bald können wir die ersten Spalieräpfel ernten:


Die Herbsthimmbeeren sind reif. 
Oft schaffen Sie es nicht bis in die Küche ;-)

Die zweite Aussat der Blawshokker-Erbsen ist erntereif. 

Das Kraut der Occa ist erntereif.

Kennst Du Occa ? Ich bin gespannt auf die Knollen. Die Blätter sind sehr sauer. Ich werde diese Woche mit ihnen herumprobieren.

Sicher gibt es eine Raviolifüllung mit Occablättern und Ricotta

Die Säure würde sich aber glaube ich auch gut in Getränken machen ?

Falls Du Occa noch nicht kennst, hier habe ich einen Bericht für Lubera darüber geschrieben.
Bei mir wachsen sie übrigens unter den Tomaten und halten den Boden schön Unkrautfrei.




Das Kiesbeet ist inzwischen richtig gut eingewachsen. Ich musste vor allem die Kräuter die hier wachsen nun zurückschneiden, damit sie aus der Basis wieder buschig austreiben.
Hier die wilde Möhre mit Knautie

Der Blick über das gesamte Kiesbeet.


Im Kräutergarten blüht die Echinacea



Immer wenn es mal wieder lange genug trocken war, habe ich natürlich Kräuter geerntet und verarbeitet:

Im Vorgarten sind die Herbstfarben schon eingezogen.

Lavendelsäckli
Lavendelsträusse - die sind schon alle verschenkt
Schlafkissen (demnächst bei Lubera und dann auch im Detail hier bei mir)
Tee
Heilsalben
Hustensirup
Genuss-Sirup
Alles entstand wie jedes Jahr Stück für Stück unter unseren Händen.



Und manchmal mache ich auch einfach nur Pause.

Hier am violetten Weg

oder hier auf dem Kiesplätzli


 oder hier in der anderen Hängematte am Schatten unter dem Dach.


Geniess die sonnigen Tage

Grüess Pascale

Freitag, 12. August 2016

Züg vor Hube

Hallo liebe Leser

Heute stelle ich den Hof meiner Cousine 
Mirjam 
im Berner Oberland, eigentlich schon im Emmental vor. 
Sie wohnt an einem traumhaften Flecken wo Fuchs und Hase sich noch Gute Nacht sagen können. Mit wenig Verkehr und viel Natur.
Die grossen Fotos sind alle von Mirjam.


Na wer möchte nicht so wohnen ? 
Ich wäre auf jeden Fall sofort dabei, 
obwohl wir es hier im St. Galler Rheintal auch sehr schön haben:-)

Wir waren am 1. August am Schweizerischen Nationalfeiertag bei ihr zum Bauernhof-Brunch und konnten den Vormittag so richtig geniessen.

Obwohl dieser Brunch für Veranstalter ziemlich stressig ist, denn es sind immer hin Brote zu backen, Marmeladen zu kochen und laufend frische Röschti und Spiegeleier zu braten. habe ich grad entdeckt, dass am Vortag auch noch ein Beitrag auf der Hube-Website gelandet ist:

2016 - Juli

Emsiges Treiben auf der Hube! Nachdem der Regen endlich den schönen Sommertagen gewichen ist, spriesst und gedeiht bei uns alles prächtig. So konnten wir unsere Erbsen ernten, welche nun in der Kälte auf Karotten und Kartoffeln warten, um gemeinsam als Russischen Salat ins Glas zu hüpfen. Ins freie Beet haben wir subito Spinat gesät, den wir dringend benötigen, da uns bald der grüne Farbstoff für unsere Badebomben und Tagliatelle ausgeht. A propos Badebomben: auch hier konnten wir mit Rosen und Lavendel die letzten Zutaten ernten und trocknen. Lassen Sie schon mal das Badewasser einlaufen!
Ebenfalls erntereif sind die Klaräpfel, welche wie jedes Jahr so ihre Ansprüche an uns stellen: werden die Äpfel nicht schon fast auf den Tag genau geerntet, sind sie entweder unreif oder überreif. Wir stehen zwar nicht gerade mit der Stoppuhr unter dem Baum, aber ein bisschen wachsam sind wir schon. Es wäre einfach zu schade, die vielen Äpfel nicht in getrocknete Apfelringli, fruchtiges Chutney oder cremiges Apfelmus zu verarbeiten. Fruchtig geht es auch bei den Beeren weiter: die unzähligen kleinen roten Johannisbeeren haben als Gelée ihren Weg ins Glas gefunden und warten per sofort im Hofladen auf Sie.
Mit den sonnigen Tagen haben wir nun endlich auch unseren Rhythmus im Garten gefunden, den wir so lieben. So streifen wir am frühen Abend gerne durch unsere Beete, binden hier und da eine Tomate auf, pflücken täglich die Goldmelisse und Kornblume und freuen uns, wenn uns eine Hand voll Brombeeren pechschwarz anstrahlt. Was wir mit den Kornblumen anstellen, müssen wir uns noch überlegen, die Goldmelissen verarbeiten wir aber wie jedes Jahr zu leuchtrotem Sirup und die Brombeeren wandern mit ein wenig Vanille ins Gonfi Glas.
Schon bald erntereif ist unser Basilikum, den wir jeweils zu Füssen der Tomaten säen und durch das fleissige Giessen der Tomaten natürlich auch eine Portion abbekommt und dadurch ganz nebenbei wunderschön wächst. Den Basilikum verarbeiten wir genau gleich wie den Bärlauch zu einer Paste, die Sie je nach Lust und Laune in ein Pesto verwandeln oder auch direkt aus dem Glas geniessen können.
Aber eben, der nasse Frühling zeigt leider immer noch seine Nachwirkungen. Der sonst so arbeitsame Juli ist irgendwie erstaunlich ruhig und die Pflanzen sind teilweise ziemliche in Verzug. So sind unsere Zucchetti gerade eben knapp in die Blüte gekommen, die Tomaten und Paprika sind gerade mal knapp sichtbar und auch sämtliche Kohlarten haben eben erst zaghaft damit bekommen, Köpfe zu bilden. Wir hoffen aber das beste und können nicht viel mehr tun, ausser geduldig auf einen warmen Herbst zu hoffen.

Herrjee Miriam, lass es ruhig angehen. Es muss in den Genen liegen, dass wir immer mehrere Feuer gleichzeitig am schüren sind und daneben auch noch alles perfekt machen wollen *lach

Die Goldmelissen helfen dann sicher beim entspannen und einer abendlichen Pause in den Shisha-Lounge, die hier nicht abgebildet ist. 

Der Kater Rocco ist aber sicher dorthin unterwegs um ein Schläfchen zu halten.



Leider kann man in  der Hube nicht übernachen, aber man kann vorbei wandern und auf dem Weg etwas feines einkaufen.

So liebevoll haben sie in der Hube den Hofladen eingerichtet. Er funktioniert wie so oft in der Schweiz nach dem Vertrauensprinzip: Nehme ich was mit, lege ich das Geld ins Kässeli. 
Jawohl das gibts noch !




Mirijam hat aber noch grössere Pläne und hat einen Internet-Shop erstellt, wo man Saisonprodukte welche sie frisch hergestellt hat, auch direkt kaufen kann.

Hier geht es direkt zum Hofladen mit einem Klick


Hier bekommt ihr noch ein paar Impressionen von unserem Aufenthalt in Thun




Eine Spezialität in Thun ist das Aare-Surfen. 
Wir haben es nicht probiert, denn ich kann mich ehrlich nicht einmal auf einem Windsurfer mehr als ein paar Sekunden halten *lach
Seht ihr die Wasserfarbe, ich bin jedesmal hin und weg von diesem Eis-Blau ?

Danke fürs mitkommen, danke fürs Reinschauen bei Mirjam.

Hier noch ein Wandervorschlag, der bei der Hube vorbei führt: 

Grüess Pascale

PS: an Mirijam - die Kornblumen machen sich sehr gut in einem Kräutersalz oder als blauer Kornblumenuzucker, der sieht im Fall "gwalltig us".