Sonntag, 3. Juli 2016

Eibisch - Althea officinalis

Der echte Eibisch gehört zur Familie der Malvengewächse. Sein Anhängsel officinalis bedeutet, dass er schon seit altersher zum Heilen genutzt wurde.

Er ist eine aufrechte Pflanze mit langen Stängeln an denen die Blüten sitzen. Er blüht von Juli bis August und öffnet immer wieder neue Blüten.

Wenn Du den Stiel abschneidest oder die Blüten erntest erscheinen wieder neue.



Anbau im Garten

Die Samen werden im Herbst ausgesät. Sie sind Kaltkeimer und sollen also über den Winter draussen bleiben. Sie müssen durch den Winter feucht gehalten werden.
Im Frühling irgendwann im April erscheinen in den Aussaattöpfen dann erste Grüne Triebe. Sobald diese gross genug sind, kannst Du sie an den gewünschten Standort versetzen. Ab jetzt wird der Eibisch oder auch die Malve sich selbst aussäen, wenn Du das zulässt.

Der Eibisch und auch die Malven gedeihen gut an durchlässigen, trockenen Standorten. Ich habe meine Pflänzchen nur einmal angegossen, beim ersten auspflanzen und lasse das nun seit Jahren bleiben.


Magisches

Albertus Magnus empfiehlt eine Mischung aus Eibischsaft, Flohsamen und Eiweiss um sich vor Verbrennungen zu schützen.


Heilkraft

Die Schleimstoffe des Eibisch sind heilkräftig. Um diese nicht zu zerstören, darf man ihn auch nur als Kaltauszug verwenden.

Die Blüten werden getrocknet und Tees beigemischt. Wenn Du hier statt der Althea officinals die Malva Silvestris verwendest, bekommt der Tee ausserdem eine interessante blaue Farbe (bei Kindern sehr beliebt). Wir mischen Malvenblüten in unseren Wintertee.

Die Blätter und die Wurzeln werden ebenfalls getrocknet und als Tee verwendet (Kaltauszug)

Rezept

Die Marshmallows wurden ursprünglich aus seinen Wurzeln hergestellt. Heute wird Gelatine verwendet.

Aus Eibischwurzeln kannst Du leckere Husten und Erkältungs-Zältli selbst machen. Aus Zucker und Wasser einen Caramell kochen und diesen in Portionen teilen (entweder auf Backpapier oder in speziellen Förmchen). Ganz fein gehackte am besten geraffelte Eibischwurzeln darauf streuen. Abkühlen lassen und trocken lagern.

So wie der Eibisch sind auch seine wilden Verwandten die Malven essbar.

Grüess Pascale