Freitag, 6. Mai 2016

Frauenmantel - Alchemilla alpina

Ich glaube jeder Gärtner kennt den Zierfrauenmantel. Er beglückt uns als Bodendecker mit seinen wuchsfreudigen Blättern und den gelben Blüten die wie Schaum darüber schweben im späten Frühling.

Ich stelle euch hier den Alpenfrauenmantel (Silbermantel, Frauenmänteli) vor.
Er wird als Heilpflanze genutzt.


Seine Blätter und Blüten sind essbar (die der Zierform auch). Die jungen Blätter können Salaten beigegeben werden.

Anbau im Garten

Der Anbau entspricht dem der Zierform. Er gedeiht also solange der Boden Humusreich und feucht ist problemlos. Der Bergfrauenmantel ist nicht ganz so ausbreitungsfreudig wie die Zierform, er ist mir dadurch sehr sympatisch.


Bild: Zierfrauenmantel

Stecklinge können im Frühjahr genommen werden und zum bewurzeln in humose Erde am besten schon am endgültigen Standort eingesteckt werden. Gut feucht halten, dann wächst er von alleine.

Ich habe ihn im Kräutergarten als Beeteinfassung (statt Buchs) verwendet und steche einfach regelmässig Ausläufer ab.

Geerntet wird wenn der Frauenmantel blüht das gesamte Kraut mit Blüten.
Die Ernte muss rasch getrocknet werden, am besten im Dörrgerät oder an einem warmen Platz.


Rezept:

Der Frauenmantel gehört wie der Name schon sagt zu den Frauenkräutern. Er wird als Tee genutzt.
Achtung, in der Schwangerschaft erst gegen Ende anwenden, er kann dann Kontraktionen auslösen.

2-3 Teelöffel getrocknetes Kraut mit heissem Wasser übergiessen, 5 Minuten ziehen lassen und trinken


Heilkunde

Die Inhaltstoffe vom Frauenmantel: Gerbstoffe, Glykoside, Bitterstoffe und Spuren ovn Salicylsäure
wirken zusammenenziehend, wundheilend, adstringierend und entzündungshemmend

Wir können ihn als Tee kurmässig über 1-2 Monate zu uns nehmen um den Unterleib zu stärken. Bei mir kommt er monatlich im Frauentee zum Einsatz und verhilft mir so zu weniger Krämpfen während den Tagen. Wenn man daran denkt, schon ein paar Tage vorher mit der Einnahme beginnen.

Er hilft bei Durchfall und Bauchkrämpfen, dann am besten gemischt mit Schafgarbe.

Als Unterart verwende ich gerne den Silbermantel, dessen Inhaltstoffe intensiver sind.

Magie

Die Alchimisten sammelten den Tau auf den Blättern als natürliches destilliertes Wasser, welches nötig war um den Stein der Weisen herzustellen. Meines Wissens ist das bisher niemandem gelungen.

Das Kraut wurde oder wird in Fruchtbarkeitszauber verwendet.

Ein Unterleibs-Bad im Frauenmantelwasser sollte sogar die Jungfräulichkeit wieder herstellen