Freitag, 6. Juli 2012

Rosenblüten

So, nach dem vorgestrigen Desaster mit den Zierrosen am Strassenrand habe ich mich etwas erholt und beruhigt, darum hier ein Post zu Ehren der Rosen als "Kraut" und "Essbare Blüte".



Die Apothekerrose blüht nur einmal dafür mit vielen Blüten und intensivem Duft. Mit ihren Blüten kann ich vielfältiges anstellen. Salben, Potpurris, Eiscreme, Sirup. Meine steht im Kräutergarten, damit sie weg vom Verkehr ist und so bei den Anderen Gesundheits - und Genussvertretern steht.

Im Handel gibt es inzwischen viele Duftrosen, die auch remontierend sind, das heisst sie blühen mehrmals im Jahr. Ich liebe zum Beispiel den Duft von Graham Thomas (gelb von David Austin) oder da gibt es auch noch Benjamin Britten (pink englische Strauchrose) und viele mehr.

Meist gibt es eine kleine Blühpausen zwischen den Highlights, dies gibt mir Zeit gibt die entstehenden Hagebutten vor dem nächst tieferen 5 lappigen Blatt abzuschneiden. Im August höre ich dann mit dem Abschneiden auf, denn ich möchte ja auch Hagebutten zum Ansehen im Herbst und Winter.

Anbau im Garten

Sie lieben lehmige nahrhafte Böden, die aber einen guten Wasserabzug bieten müssen.
Gerade wenn der Schnee schmilzt verpasse ich ihnen eine Schaufel voller Kompost und Hornspähne.
Im Frühling (wenn die Forsythien blühen) werden die Rosen geschnitten. Am einfachsten ist die Regel, dass man sich davor stellt und dann auf Kniehöhe schneidet. Immer über einem 5-teiligen Blatt. So treiben die Stöcke von unten her wieder gut durch.

Wie der letzte Winter gezeigt hat, sollten wir unsere Rosen bei Minustemperaturen im Wurzelbereich schützen, indem man etwas Tannenreisig aufschichtet zum Beispiel.

Die Rosen sind am richtigen Standort nicht anfällig für Krankheiten, es gibt jedoch Primadonnas unter ihnen, die ziehen Mehltau und Rost richtiggehend an.

Ich persönlich spritze höchstens mit Ackerschachtelhalm und lasse ansonsten die Nützlinge ihr Werk verrichten. Falls doch Rost auftreten sollte, so schneide ich bei übermässigem Befall halt auch mal im  Sommer ziemlich zurück. Im Schlimmsten Fall ist bei mir mal eine Rose gestanden, die hat nur noch aus Stengeln bestanden, aber sie trieb tapfer wieder durch und blühte erneut.
Mit der Apothekerrose hatte ich bisher keine Anstände, sie blüht jedoch nur einmal im Jahr und ist bei mir ausschliesslich für die kulinarischen und medizinischen Anwendungen reserviert. Das sie schön Aussieht ist einfach ein Plus, welches ich dazubekomme.

Magisches
Wenn man im Internet Rosen und Magie googelt, so kommen logischerweise lauter Tips für Liebeszauber und Hochzeitsanzeigen. In meinen Kräuterbüchern habe ich auch keine weiteren Hinweise gefunden.
Die Rose ist bekannterweise die Blume der Liebe: Vor allem die rote Rose.

Rezepte







Indischer Rosenblüten Lassi

1 Naturjoghurt 500 ml
1 l sprudelndes Mineralwasser
2 TL Rosenblüten-Hydrolat (Apotheke oder aufwändig selbstherstellen klick) oder
" EL Rosenblütensirup

Alles miteinander mischen und gekühlt trinken.