Samstag, 16. Juni 2012

Salbei

Anbau im Garten
Der Salbei wächst auf lockerem Boden, der ruhig auch etwas steiniger sein darf. Am liebsten in der vollen Sonne, so dass seine Blätter auch voller aetherischen Oele werden. Je schattiger umso weicher sind seine Triebe.

Den Salbei schneide ich jährlich nach der Blüte vollständig zurück (bis ca. 20 cm über dem Boden), so treibt erdann wieder als ein toller kugelförmiger Strauch aus. Momentan steht er in voller Blüte




Magisches
Der Salbei ist eine starke Schutzpflanze, welche durchs Räuchern ihr Werk verrichtet. Die aetherischen Oele des Salbei wirken desinfizierend, das sollte dies erklären.

Wenn ein geliebter Mensch auf Reisen geht, soll man Salbeizweige ins Fenster hängen, solange diese frisch bleiben ist er/sie wohlauf. Na denn gute Reise.

Ein englisches Sprichwort besagt, dass einem Salbei (wenn er im Mai gegessen wird) Unsterblichkeit verleiht.

Rezept
Als Müslichüechli wurde er noch von meiner Grossmutter gegessen. Wir Kinder konnten dem Geschmack nichts abgewinnen. Aber hier das Rezept dazu:

Eine Handvoll Salbei Blätter pro Person
im Ausbackteig (Bierteig) wenden und im heissen Oel ausbacken
Interessanter weise wurde das ganze dann auch noch mit Zimt/Zucker bestreut und als Zvieri aufgetischt.

Moderne Varianten habe ich gesehen als Ersatz für Apéro-Gebäck oder als Beilage zu einem Sommersalat.



Salbei-Tinktur
Salbei in ein altes Confi-Glas füllen 3/4 voll. Das Glas mit hochprozentigem Alkohl auffüllen, verschliessen. Während ca. 6 Wochen stehen lassen und immer mal wieder schütteln.
Abfiltrieren und in dunkle Fläschen füllen.
Die Salbei-Tinktur ist empfehlenswert bei entzündetem Zahnfleisch als Mündspühlung oder zum Gurgeln bei Rachenschmerzen.