Donnerstag, 28. Juni 2012

Holi - Fest der Farben

In Indien wird gegen Ende unseres Winters das Fest Holi gefeiert. Wie alle indischen Feste ist auch Holi in seiner Bedeutung sehr vielschichtig. Es vermittelt mit der dazugehörenden Mythologie die Botschaft vom Sieg des Guten über das Böse. In der Natur markiert es den Sieg des Frühlings über den Winter. Ein wichtiger Punkt ist den Menschen auch der Versöhnungsaspekt, denn es heißt, dass man in diesen Tagen auch alte Streitigkeiten begraben soll. Was mich am meisten daran fasziniert, ist die Farbenschlacht, denn man bestreut sich zum Feiern mit gefärbtem Wasser und Gulal, einem gefärbten Puder.


Foto-Quelle:http://martin-in-indien.blogspot.ch/2008/03/holi-farben-fest.html

Warum komme ich nun ausgerechnet mittem im Hochsommer auf Holi ? Einfach weil mich die bereitgestellten Trockengitter mit den Kräutern an die vielen Töpfchen mit dem Farbpuder erinnern.

So bunt, so vielfältig.



Goldmelisse, Zitronenmelisse
Apotheker-Rosenblüten, Ringelblumen
Lavendel, Malven


Die Tage nach Johannis (dem längsten Tag: 21. Juni) sind traditionell der Kräuterernte vorbehalten. Man sollte die Kräuter möglichst in den späteren Morgenstunden ernten. Dann sind sie schon gut abgetrocknet und die aetherischen Oele sind noch nicht von der Sonne verbrannt.

Ich persönlich trockne sie am liebsten auf den Dörrex-Gittern. Das geht schnell und sie behalten ihr Aroma. Traditionell werden sie jedoch oft zu Bündeln gebunden und aufgehängt. Was ich selbst nur mit dem Lavendel, den ich dann auch als Strauss behalten möchte, mache.

Die heute gepflückten Blüten und Kräuter sind mehrheitlich für den Tee zum trocknen gedacht, den Lavendel habe ich erst mal nur 1 Strauch geschnitten - der Rest reut mich noch - um die getrockneten Blüten dann zu rebbeln und ein paar neue Lavendelsäckchen zu nähen.

Immer dabei, man könnte ja was verpassen oder zu kurz kommen ist die Maidine


aber ich muss weiter, die Kräuter warten, der Job wartet auch noch und schon bald sollte das Mittagessen auf dem Tisch stehen.

Heute gibts nur Hochsommer-Essen.
Melonen mit Rohschinken, Tomaten in Schnitzen, Gurken in Scheiben.
keiner mag bei dieser Hitze mehr verdrücken.

Danke dass Du reingeschaut hast.
Grüsse Pascale





Sonntag, 24. Juni 2012

Ge-

Was für ein tolles Wochenende wir haben ganz viel



GE-pflastert, GE-trunken, GE-waschen, GE-schnitten

GE-"hängt", GE-deckt (Tomatenhaus), GE-buddelt (im Teich), GE-hültscht (Erbsen)

zu GE-schaut wie die Falter, GE-flattert sind und Nektar GE-trunken haben.

natürlich haben wir auch noch GE-jätet, GE-grillt, GE-gessen, GE-sessen, und am Sonntag hat der Junior noch GE-biket und einen guten Rang gefahren :-)

Jetzt starte ich in die neue Woche und in der Nacht hat es
GE-regnet, so dass ich heute nicht giessen muss.

GE-niest die Woche bis bald. Grüsse Pascale

Freitag, 22. Juni 2012

Pretty in Pink

Am meisten trifft das wohl auf unsere Prinzessin zu, obwohl sie sagt ihre Lieblingsfarbe sei blau. Hier ist ein Ausschnitt aus ihrem Zimmer, entscheidet selbst: Pretty in Pink oder ?



 Aber auch im Garten hat es zur Zeit nicht zu knapp von dieser auffälligen Farbe in allen Variationen. Ich hab hier mal einen Rundgang festgehalten:

Wilde Moschusmalven am Gartenzaun, welche sich hier selbst angesiedelt haben.


Eine Strauchrose ohne Duft in ganz hellem Rosa, eine Bodendeckerrose die nun blüht obowhl sie bis ganz unten abgefrohren war. Die Deuzia auch am Gartenzaun. Von weitem inzwischen fast weiss, aber eigentlich ist die Blüte am Anfang pink.

Der unscheinbare einheimische Storchenschnabel. Die Blüten sind winzig. In Makroaufnahme jedoch sehr apart.

Der Storchenschnabel scheint sich bei mir unter der Wildhecke ganz wunderbar zu fühlen und füllt hier etwaige Lücken schnell und unkompliziert aus. Wo er nicht passt, lässt er sich leicht entfernen.


Am Eingang ein Rosengeranium, der Duft erschliesst sich einem nur wenn man daran reibt. Eine Clematis am Rosenbogen, eine Malva Silvestris.
Den Rosengeranium vermehre ich gerade durch Stecklinge, Die Clematis ist uns seit Jahren ein treuer Begleiter, der sich jedoch bisher nicht vermehrt, die Malva Silvestris zigeunert durch den ganzen Garten und überrascht uns jedes Jahr mit ihren Standortwahlen.

Eine Rosenmonarde die himmlisch duftet, sie ist zum Beispiel für Tee oder für Duftsäckchen zu verwenden. Einige fast verblühte Bartnelken, welche den ganzen Garten mit ihren Ausdünstungen verwöhnen. Die Monarde vermehrt sich fleissig durch Ausläufer und die Bartnelken lasse ich versamen. Einen Moment lang sieht das etwas ungepflegt aus, aber dafür belohnen sich uns nächstes Jahr wieder mit einer Fülle an Blüten und Duft.

Die Rosen muss ich nicht extra erwähnen, oder ?

Bereits hat die erste Hortensie Farbe angenommen (sehr früh im Jahr), sogar eine Spritzflasche in pink habe ich im Garten gefunden (gehört auch der Prinzessin). Dann blüht hier auch noch ein Allerweltsstrauch, eine Spirea japonica welche schon etwas ausgebleicht ist. Von dieser Sorte habe ich mehrere Pflanzen, welche sich ganz gut zwischen den höheren Sträuchern angesiedelt haben.

Am Teich wirft sich ein Blutweiderich ins pinke Kostüm. Damit er sich nicht aussamt, muss ich die Blüten dann rechtzeitig abschneiden, sonst habe ich überall von diesem wilden Kerl.



Im Kräutergarten wuchert eine Lupinie seit Wochen vor sich her, die David Austin Rose blüht neben dem Marien-Käfer Hotel und der Schlafmohn hat sich fleissig ausgesamt, da muss ich wohl ein Auge drauf haben, sonst kann ich eine Plantage eröffnen.

Soweit zu meinen "Pinken" Lieblingen im Juni-Garten.

Die Blumenwiese ist inzwischen gemäht und kann darum im Reigen nicht mehr mithalten. So struppig wie sie gerade erscheint, muss ich mit Fotos noch ein paar Tage warten.

Eine schöne Zeit wünscht Euch - Pascale

Montag, 18. Juni 2012

Blau











also ich radel jetzt gleich los "ins Blaue" und begebe mich auf das hoffentlich rot gesprenkelte Erdbeerfeld :-)

Samstag, 16. Juni 2012

Salbei

Anbau im Garten
Der Salbei wächst auf lockerem Boden, der ruhig auch etwas steiniger sein darf. Am liebsten in der vollen Sonne, so dass seine Blätter auch voller aetherischen Oele werden. Je schattiger umso weicher sind seine Triebe.

Den Salbei schneide ich jährlich nach der Blüte vollständig zurück (bis ca. 20 cm über dem Boden), so treibt erdann wieder als ein toller kugelförmiger Strauch aus. Momentan steht er in voller Blüte




Magisches
Der Salbei ist eine starke Schutzpflanze, welche durchs Räuchern ihr Werk verrichtet. Die aetherischen Oele des Salbei wirken desinfizierend, das sollte dies erklären.

Wenn ein geliebter Mensch auf Reisen geht, soll man Salbeizweige ins Fenster hängen, solange diese frisch bleiben ist er/sie wohlauf. Na denn gute Reise.

Ein englisches Sprichwort besagt, dass einem Salbei (wenn er im Mai gegessen wird) Unsterblichkeit verleiht.

Rezept
Als Müslichüechli wurde er noch von meiner Grossmutter gegessen. Wir Kinder konnten dem Geschmack nichts abgewinnen. Aber hier das Rezept dazu:

Eine Handvoll Salbei Blätter pro Person
im Ausbackteig (Bierteig) wenden und im heissen Oel ausbacken
Interessanter weise wurde das ganze dann auch noch mit Zimt/Zucker bestreut und als Zvieri aufgetischt.

Moderne Varianten habe ich gesehen als Ersatz für Apéro-Gebäck oder als Beilage zu einem Sommersalat.



Salbei-Tinktur
Salbei in ein altes Confi-Glas füllen 3/4 voll. Das Glas mit hochprozentigem Alkohl auffüllen, verschliessen. Während ca. 6 Wochen stehen lassen und immer mal wieder schütteln.
Abfiltrieren und in dunkle Fläschen füllen.
Die Salbei-Tinktur ist empfehlenswert bei entzündetem Zahnfleisch als Mündspühlung oder zum Gurgeln bei Rachenschmerzen.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Das weisse Staudenbeet im Juni

Regenpause: Zeit genug um ein paar Bilder vom weissen Beet zu knipsen:

Hier blühen im Juni
Philadelphus eine ungefüllte Form, Bartnelken nicht nur in weiss, Bertramsgarbe in weiss, Bodendecker (Polsternelken und Geranien), Baldrian, eine weisse Wildrose am Maschendrahtzaun (leider sind wir auf diesen Zaun angewiesen, da wir im Herbst die Schafe des Pächters nicht im Garten haben wollen), dann noch so ein anderes Kraut auf dem Bild unten rechts (ich weiss nicht mehr wie es heisst, muss es wohl im Herbst gepflanzt haben ...), Zierlauch in weiss, Sonnenröschen auch in weiss, ein Unkraut mit winzigen weissen Blütchen (es lässt sich nicht ausrotten),





Man sieht noch immer deutlich, wo ich 2 volle Schubkarren mit Maiglöckchen entfernt habe. Die dichten Wurzeln liessen keinen Platz für die Neuankömmlinge, die weissen Fetthennen.
Die pinken Bartnelken lasse ich jedes Jahr dann doch wieder stehen, sie duften so fein.

Grüess Pascale





Dienstag, 12. Juni 2012

Rosenblüten

Diesmal als Gelee. So kann man sich den Sommer im Glas haltbar machen und an einem trüben Novembertag schon zum Zmorge eine Aromatherapie auf dem Brot essen.







Aromatherapie im Garten

So schade, dass es dauernd regnet, denn mein Garten wäre (ist) momentan eine Einzige Aroma-Therapie.
















Wenn man parkiert und aussteigt wird man vom Duft der gelben David Austin "The Pilgrim" empfangen, kaum ist man richtig ausgestiegen und hat die Nase etwas höher kommen die "leichternen" Düfte der weissen Kletterrose "White Cockade".







Bei der Gartenarbeit schnüffle ich an den alten Rosen von Urgrossmama (wahrscheinlich eine Stenwell Perpetual) und den neuen Düften der David Austin "Cottage Rose".
erstere ist etwas heller als die David Austin und nur einmalblühend (was bedeutet, dass ich heuer, fast nur verklumpte durchnässte Blüten abnehmen kann).





Beim Eingang steht diese Kletterrose, ein Ueberbleibsel von irgendwem. Ich mag sie nicht, weil sie nicht duftet, knallrot ist, im Jahr mehrere Meter gerade in die Höhe schiesst und dann abbricht, weil sie ihre eigenen Blüten im Wind nicht tragen mag. So muss ich sie jährlich mehrmals in einer wagehalsigen Kletteraktion schneiden, sie hat böse Stacheln welche sich kaum mehr aus den Armen entfernen lassen und sich entzünden.
Warum habe ich sie noch nicht entfernt ? Sie scheint genauso tief in der Erde zu wurzeln wie sie in die Höhe strebt. Und sie einfach an der Anhängekupplung anzubinden und raus zu reissen hab ich mich noch nicht getraut. Also bleibt Madame noch etwas stehen, bis wir dann die Fassade irgendwann streichen und dann adio Madame Namenlos, Willkommen Constance Spry.
Psst: Davon weiss man liebster Mann nichts. Er findet die Farbe von Madame Namenlos nämlich toll, er schneidet ja auch keine Rosen.




Gleich auf dem Weg zur Terrasse wird meine Nase dann vom Geissblatt regelrecht mit Honigdüften attakiert, welche sich mit einer nur schwach duftenden (Sorte unbekannt) Kletterrose einen Rosenbogen teilt. Ein weiteres Geissblatt markiert den "Hinterausgang" aus dem Garten (unten), der zur Obstwiese führt.



Im weissen Beet schwebt der Jasminduft des Philadelphus gerade über allem und wird am Boden unterstützt von den Bartnelken in allen Pinktönen.





Diese Schönheit (Mozart) ist leider kein Bestandteil der Aromatherapie. Sie wuchert am Teich und ist ein wunderbarer Nektarlieferant für Bienen und Hummeln aber halt ohne Duft.



Dann gibts noch ein paar Wildrosen die erst seit 1 Jahr hier stehen und noch nicht viele Blüten hatten und die wurden erst noch vom Regen gründlich aufgeweicht und abgespühlt. Also leider keine Fotos.


Den Kräutergarten muss ich glaube ich nicht separat erwähnen ?!

Zitronenmelisse, Lavendel, eine Apotheker-Rose, Ysop, Liebstöckel, Thymian und Salbei duften und blühen gerade um die Wette.

Sobald es mal wieder trocken wird. Werde ich davon auch ein paar Fotos schiessen.


Eine schöne Woche Euch.

Montag, 11. Juni 2012

Mangold-Tartellets

Nochmals Mangold. Diesmal als Tarteletts.
Ich fand sie köstlich, mein Mann ebenfalls. Der Junior hat gegessen und die Prinzessin des Hauses hat gefastet ...



En Guete



Rezept - Capuns

Immer um diese Zeit schwimme ich in Mangold. Dies kommt daher, dass ich den Mangold als Blattmangold in Reihen aussäe und erst jetzt ausdünne. Schliesslich brauche ich das feine Grün. Nun aber ist die Zeit gekommen, wo ich die grössten Blätter abernte und die kleinen Pflänzchen dazwischen gleich ganz mit Stumpf und Stiel ausziehe (Die ersten dann auch gekocht, aber das Rezept gibts nicht heute).

Heute gibts Capuns. Eine Bündner Spezialität. Es ist wirklich mühsam die ganze Rollerei, aber es lohnt sich. Das nächste Mal habe ich mir vorgenommen gleich einen Vorrat an den feinen Päcklis herzustellen und portionenweise zu gefrieren, so kann ich dann die nächsten paar Mal einfach nur den Guss bereiten und die gefrorenen Mangoldpäckli darin "aufbacken".

Also Euch En Guete


Mittwoch, 6. Juni 2012

Malve - Chäslichrut

Anbau im Garten

Die Malve ist eine zweijährige Pflanze, welche bis zu 150 cm hoch werden kann. Die Blüten halten sich jeweils nur ganz kurz und werden täglich durch Neue ersetzt.
Die Blüten stehen in den Blattachseln. Die Kronenblätter haben dunklere Längsstreifen.

Sie hat meist eine relativ widerstandsfähige Pfahlwurzel, welche sich nur schwer wieder ausgraben lässt, darum möglichst früh versetzen, wenn sie sich irgendwo angesiedelt hat, wo man sie nicht haben möchte.



Magisches

Xenokrates, ein Arzt des Kaisers Tiberus behauptete, daß Malvensamen über die Genitalien gestreut, die Lust des Mannes ins Unendliche steigern ("Schwellkraut"). Die Malvensamen galten auch- gegessen - bei Frauen als ein sehr starkes Aphrodisiakum. Der Volksname "Pissblume" hat übrigens nichts mit dem angeblichen Gestank zu tun. Diese Bezeichnung bezieht sich auf ihre Funktion als "Schwangerschaftstest" alter Zeiten. Eine Frau urinierte auf die Malve. Verdorrte diese nach einigen Tagen, war sie nicht schwanger, blieb sie grün, waren Mutterfreuden zu erwarten! So wurde diese Blume sogar zur "Wahrheitsdroge" - man verwandte dieses Verfahren nämlich auch zur - früher ja wichtigen - "Prüfung der Unschuld"!
(quelle: http://www.zauber-pflanzen.de/malva.htm)


Rezept
Die Malve wirkt schleimlösend, entzündungswidrig und wundheilend.

Als Tee-Aufguss bei Erkankungen der Atemorgane, bei Magen - und Darmkolligen.
Als Salbe bei Eiterherden und sich entzündenden Wunden (Chäslichrutsalbe)




Sonntag, 3. Juni 2012

Schneeweisschen und Rosenrot

Es war einmal ein Holzfäller Ehepaar, das wünschte sich gar dringend ein Kind. Sie wurden erhört und bald darauf gebaar die Frau ein Zwillingspärchen. Die Mädchen nannte sie Schneeweisschen und Rosenrot. Für jedes der Kinder pflanzten Sie am Eingang zum Haus einen Rosenstrauch, er sollte Ihnen anzeigen ob es den Kindern gut geht.

Eine rote Rose für Rosenrot und eine Weisse für Schneeweisschen.

Genau diese Farben herrschen momentan bei mir im Garten. Gemischt mit ein paar Tupfern knallroten Mohn und noch zwei dominanten gelben Rosen im Vorgarten.






Damit wünsche ich Euch einen guten Start in die neue Woche.
Grüsse vom Gartenkraut