Mittwoch, 5. Dezember 2012

Strukturen im Garten

Heute früh, als ich in den Schnee raus geschaut habe, habe ich mal wieder über Strukturen im Garten nachgedacht, denn immer wieder wenn der erste Schnee auf den Beeten liegt, bin ich froh, dass ich mich bei der Gartenanlage nach und nach auch mit Strukturen befasst habe.

Natürlich von April bis zum Oktober sieht wohl (fast) jeder Garten gut aus, es blüht, es grünt und im Herbst glänzt das Laub.

Der Vorteil von grossen Staudenbeeten ist, dass Sie eine Opulenz entwickeln die ihresgleichen sucht. Und dann Ende Herbst: Die Stauden sind entweder eingezogen oder faulen vor sich hin. Vielleicht stehen da noch ein paar Winterschönheiten, wenn man die nicht in einem radikalen Ordnungswahn alle abgeschnitten hat.
Ich gebe zu, es fühlt sich besser an vertrocknete Stengel abzuschneiden, als dann im Frühjahr so eine Pampe. Aber: erstens die Insekten sind dankbar für eine Ueberwinterungsmöglichkeit und zweitens die starren Stängel geben dem Garten noch ein gewisses Leben.









 




So habe ich damals und auch heute bei Aenderungen darauf geachtet, dass der Garten naturnah angelegt wurde. Dass ich Sträucher auch in den Beeten besitze und dann durch Wege, Randsteine und ein paar Schnittgehölze eine Gewisse Struktur hinein bringe.

Die Wege und Randsteine: Sie gehören zum Grundgerüst des Gartens (so wie unser Knochengerüst) erst darauf resp. darum herum lässt sich dann die "Verzierung" anlegen




Die Sträucher: Sie sind mein Schutz nach aussen, mein Windschutz, ein Rückenschutz und sie geben dem Garten auch eine Ebene welche sich nicht am Boden abspielt. Vor allem im Winter sind sie mit ihren kahlen, gespenstisch aufstrebenden Zweigen eine Wohltat fürs Auge.




Die Schnittgehölze: Es muss nicht nur Buxus, Eibe oder ähnliches sein. Man kann auch Blütensträucher in Form schneiden (Bitte nicht übertreiben). Im Winter sehen sie dann genauso gut wie eine Buchskugel aus. Ebenso  wirken geschnittene Hecken.







Dann kommen noch Nicht-Pflanzliche Gartendetails dazu wie Brunnen, Skulpturen, Kugeln, etc.
Bitte vorsichtig damit, es sieht wundervoll aus, wenn aus einem Blühenden Beet irgendwo ein Zwerg oder eine Elfe oder ähnliches spitzbübisch hervorlinst. Aber ...
Dasselbe ist mit Kugeln und Skulpturen zu beachten. Ein Kunstelement braucht Platz um es gebührend in Szene zu setzen, ein paar Kugeln sind ok. Aber ...



 


Wie habe ich denn nun meinen Garten damals geplant. Wir hatten ja auch nicht das Geld um alles auf einmal anzulegen.

So habe ich mir den Grundstücksplan ausgedruckt und mal auf der Rückseite notiert, was wir alles WOLLEN... hmm. Wir wollten viel und es hatte nicht alles Platz. Also haben wir besprochen, gestrichen, geändert. Dann war klar:
Wir brauchten:
- Einen Spielbereich (Sand und Rutschbahn) Wir hatten eine Weile sogar ein Baumhaus
- Einen Gemüsegarten
- Eine Spielwiese
Ich wollte:
- Staudenbeete
- romantische Sitzplätze,
- tolle (teils empfindliche) Stauden, so einen Garten wie aus der Zeitschrift halt.
Mein Mann wollte
- einen Liegestuhl und einen Grill und seine Ruhe vor allem nicht jäten (ha ha)

Das kriegt man nicht alles gleichzeitig unter einen Hut, so dass wir Anfangs wirklich einen Garten für die Kinder hatten. Eine gemähte Wiese mit Rutschbahn, Schaukel am alten Apfelbaum und einem grossen Sandhaufen. Ein Gemüsegarten, ein paar Kräuter. Voilà c'est tout.

Alles Andere kam mit der Zeit.
Wir haben schon damals auf dem Plan eingetragen, wo denn was entstehen könnte. Dafür muss man sich bewusst sein, wo im Garten immer feuchte Bereiche sind, wo eine Bruthitze entsteht, wo es windig ist, etc.
Wir wussten der Apfelbaum ist alt und wird in den nächsten Jahren zur Gefahr. So dass wir schon damals einen Sitzplatz dort geplant hatten.
Wir wussten die Kinder würden gross und bräuchten keinen Sandhaufen mehr, etc.

Da mir vor 3 Jahren die externe Harddisk mit allen Fotos runtergefallen ist (alles futsch). Kann ich Euch leider keine Bilder von damals zeigen, was wirklich schade ist, ihr würdet den Garten fast nicht wieder erkennen.

So kann man auch Pläne für Später schon früh auf dem Gartenplan eintragen.
Der Plan ist keineswegs starr. Man ändert sich, wird älter und hat andere Bedürfnisse. Bei uns z.B. ist der Gemüsegarten heute nur noch halb so gross wie früher. Dafür habe ich heute meine Staudenbeete.





Ich möchte allen Mut machen, die Ihren Garten selbst planen. Ihr könnt das auch. Sammelt Ideen aus Gartenzeitschriften und Büchern. z.B. habe ich in der Schublade ein Mäppchen mit tollen Bildern, wo ich dazu sage: WOW, so was gefällt mir. Ich habe mehrere Dutzend Gartenbüchern gelesen und manchmal auch gekauft (Winter für Winter) ...
Das heisst nicht, dass ich jemals ein Beet daraus eins-zu-eins umsetzten werde. Aber ich kann mir die gleiche Stimmung erschaffen.


z.B. finde ich die Bücher von John Brookes ganz toll






 Ich hoffe Ihr seid inspiriert und nicht zu verwirrt. Ich wünsche Euch viel Spass beim Pläne machen.

Grüess Pascale




Samstag, 17. November 2012

Apfelpunsch

(psst nicht weitersagen, liebe Mitarbeiter die ihr hier heimlich mitlest und Euch einfach nicht als Leser anmeldet *ggg).

Jedes Jahr zermartere ich mir wieder den Kopf, was ich denn als Dankeschön dieses Jahr verschenken könnte.

Es soll was Persönliches sein, sonst finde ich kann man es auch gleich ganz sein lassen.
Es soll meine Wertschätzung ausdrücken, denn meine fleissigen Helfer sind Engel (in Gelb). Sie arbeiten das ganze Jahr zum Wohle der Patienten im (nein ich schreibe nicht wo) und das auch noch ohne Entgelt.
Bewundernswert!!!
nicht wahr ?! Was ich damit zu tun habe? Ich versuche das Ganze zusammen zu halten und Jeden zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben. Das ist nicht immer einfach.

Da wir dieses Jahr sehr viel Mostobst zum Pressen gebracht hatten, habe ich mich hierfür entschieden:
Apfelpunsch
Nun steht schon seit Wochen der Most im Keller, wartet auf den Zucker und auf freie Zeit der Küchenchefin, doch die versinkt im Bürochaos und kann mal wieder zu Keinem nein sagen. Darum musste alles warten.

Aber: Heute Nachmittag verbringe ich in der Küche, ich braue Literweise Apfelpunsch für meine fleissigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Dann werden noch hübsche Etiketten gedruckt, gelocht, gestanzt und drangehängt (wenn ich dann endlich auch den Weg in die Papeterie finde).
Damit Ihr auch was davon habt, nutze ich die Gelegenheit und stelle Euch das Rezept hier rein. Viel Spass beim Ausprobieren.

Ja ja liebe Mitarbeiterinnen,  freut Euch nur darauf, ich hoffe er gelingt dann auch ;-).







so und alle anderen (mir persönlich nicht bekannten) Leser wissen jetzt mit was Gartenkraut den Tag verbringt, wenn Sie mal nicht im Garten steckt.

Grüess Pascale

Sonntag, 4. November 2012

Neue Bewohner im Rosenbeet

Wie ihr wisst hat sich mein Rosenbeet (die Grenze zur Strasse hin) durch die Bauarbeiten sehr verändert.

Gestern sind nun die Neuzuzüger eingetroffen.
The Alnwick Rose - Own Root - David Austin Roses  -  Still a couple of these left too!

The Alnwick
 David Austin Roses: Gertrude Jekyll, named to honor the Victorian garden designer and author. Perfectly balanced old rose scent, said to be the quintessential rose fragrance.
Gertrude Jekyll
                                                                       
Im Weissen Beet ist hinzugekommen:
Rosa 'Glamis Castle'  Named after the late Queen Mother's childhood home, Glamis Castle. Cream cup-shaped blooms are produced with continuity throughout the summer. With a traditional "old rose" scent this is a short, compact rose ideal for border or bedding.
Glamis Castle


Die Bilder sind von : http://www.davidaustinroses.com
Bei mir sind ja nur die paar Stängel zu sehen, wie es halt bei Wurzelnacken Rosen so ist.

Und weils gerade so schönes, warmes Wetter ist, habe ich auch nochmals einen Grossteil des Gartens durchgejätet. Das mag ich so am herbstlichen Jäten: man sieht sofort was man getan hat und es hält dann auch noch ein paar Tage. Irgendwie ist es mir noch zu wenig herbstig um die eigentlich nötigen Innenarbeiten zu beginnen. Ich auf jeden Fall stricke, flicke und nähe lieber wenn es Wetter um sich zu verkriechen ist, es wäre schade ums schöne Herbstwetter.

Also, nichts wie raus und nochmals etwas geniessen.
Einen schönen Sonntag wünscht Euch
Pascale


Freitag, 26. Oktober 2012

Fundstücke

Auf einer Wanderung am Walensee hatten wir doch erheblich länger auf dem Rückweg, da die Gartenkraut lauter Funstücke entdeckt hat.

Nielen - daraus kann man sogar während dem Wandern einen Kranz winden: nur immer rund herum und durchschlaufen.

Samenkapseln einer Waldrebe - Hatschi

Buchenzweige die der Wind abgebrochen hat.

Dann kommen daheim aus dem Garten noch ein paar Hagebutten und einige Hortensienblüten hinzu.

Voilà









Donnerstag, 20. September 2012

Eine Ode an die Staudensonnenblume




Sie blüht seit mehr als 3 Wochen unermüdlich. Sie hat eine wundervolle Fernwirkung. Sie deckt mir diesen hässlichen (aber notwendigen Maschendrahtzaun) ab.


Sie zieht Insekten von fern und nah an. Es summt und brummt gerade gleich wie im Juni in den Wildrosen. Ich muss diese Schönheit im Frühling unbedingt nochmals ausgraben und teilen.

Einzig eine Warnung: Die Wühlmäuse liegen Sie auch. Also falls sich jemand für diese Schönheit entscheiden sollte, pflanzt sie in einen Gitterkorb.

Grüess Pascale

Sonntag, 16. September 2012

Herbstdeko für Draussen

Spät im Jahr
    von Albrecht GOES (1908-1977)

    Habt Vorrat ihr genug, ihr meine Augen,
    Für einen Winter, lang und weiß und grau?
    Nehmt noch dies Asternrot, dies weiche Lila,
    Dies späte Gelb, dies herbstlich klare Blau,

    Und nehmt den Silberglanz der großen Flüge
    Des Habichts und des Eichelhähers wahr,
    Und auch den Birnbaum nehmt, ein goldnes Gleichnis
    Des Überschwangs vom segensreichen Jahr.

    Und endlich nehmt das Lächeln und die reine
    Strahlung des schönen Menschenangesichts,
    Und alle Nacht wird herrlich euch erhellt sein
    Vom farbgen Widerschein geliebten Lichts.
Vor allem die erste Strophe kommt mir jedes Jahr im September wieder in den Sinn, wenn der Himmel so klar ist und die Farben nochmals kräftig leuchten.
Heute haben wir das milde Wetter genossen und auf der Terrasse Kränze gefertigt.







Im der Landi waren grad Saatzwiebeln zu haben, ausserdem sind die Callunas in Aktion. Also habe ich die Callunas einfach geköpft (schlimm) und einen Kranz gebunden. Die abgefrästen Pflanzen habe ich unter die Heidelbeeren eingebuddelt ;-).
Die Prinzessin hat inzwischen Ziebeln auf Draht gespiesst, welchen wir dann auch zum Ring geformt haben.





Der Callunakranz kam an den Hintereingang, einer der Zwiebelringe an den Hexenbesen. Im Korb wächst eine farblich passende Chrysantheme, eine weitere Calluna, Sempervirum und irgendso ein miniblättriges Kraut (sorry, hab das Schild schon entsorgt).


So geniesst denn diesen schönen September, da komme ja sogar ich ins schwärmen, wo ich doch sonst immer sobald es unter 20 Grad ist anfange zu jammern und klagen.

Grüess Pascale

Montag, 3. September 2012

Gartenrundgang in gelb und violett

Ein sonniger Vormittag, wer hätte das gedacht bei der Prognose. Kommt mit, ich war schnell auf einem Gartenrundgang für Euch.

Es dominieren klar die Farben weiss, gelb und violett bei mir. Natürlich gemischt mit viel grün und schon überall mit orangen Umrandungen oder versteckt im Blattgrün mit orangen Kürbissen.

















Danke, dass ihr mich begleitet habt.
Ich wünsche Euch eine schöne Woche
Grüess Pascale












Sonntag, 2. September 2012

Obst-Werkstatt

Alles wird immer gleichzeitig reif oder ist das bei Euch Anders?

So nutze ich den ruhigen Sonntag (während die Herren der Familie an einem Bike-Wettkampf sind) um Obst zu verwerten.

Die Aepfel werden zu getrockneten Apfelchips und Apfelringli (mmmh fein), die Dicke entscheidet was daraus wird. Ich nehme hier den Börner-Hobel und je nach dem Thick oder Thin. Eigentlich möchte ich ja keine Werbung machen, aber das ist nun mal ein Teil, das bei mir in der Küche laufend im Einsatz ist und das seit Jahren.















Aus den Boskoop-Aepfel haben ich schon gestern eine Apfelwähe ohne Guss (-fladen, -dünne, -wie auch immer) gemacht, welche jedoch etwa sauer geraten ist. Der Sohnemann hat Zucker darüber gestreut und mit einer Tonne Schlagsahne garniert. Super kalorienarm.

Die Holunderbeeren habe ich heute (am heiligen Sonntag...) geerntet. Hat keiner was gesehen oder gesagt. Die köcheln gerade im Entsafter vor sich hin und werden anschliessend zu Holundermarmelade und zu Holundersaft (mit Zucker und Zitronen heiss eingefüllt). Die Marmelade wird immer gern aufs Brot geschmiert. Den Holundersaft gibts im Winter bei den ersten Schnupfenanzeichen. Für die Kinder mit Zimt-Zucker gewürzt für die Erwachsenen als heissen Holder auch mal mit Schnaps.



Die blauen "Urgrossmueter"-Trauben sind auch schon alle reif und fallen den Vögeln zum Opfer, darum haben wir schnell noch durchgepflückt und ich hab aus dem grössten Teil Saft gekocht. Mit Zitronensaft und wenig Süsstoff wird der heute Halb-Halb mit Sprudelwasser verdünnt getrunken. Wunderbar!



Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und geh jetzt wieder in die Küche. Wie gesagt, der Holunder köchelt im Entsafter vor sich hin und wartet der Dinge die da kommen.

Grüess Pascale

Donnerstag, 23. August 2012

Dunkel wirds

Es donnert schon draussen und ich glaube man könnte die Luft bald trinken. Aber mein Garten und ich sind froh, dass die ersten Tropfen fallen.

Bevor es aber richtig losgeht mit dem Gewitter, mache ich noch schnell eine Foto-Safari für Euch. Die Dunklen Wolken kommen schon vom Appenzellerland her und sind gefüllt mit kostbarem Nass.
Hier habt ihr mal einen Blick von unten auf unsere Obstwiese, sie ist sehr steil und wird darum nur geheut und als Weide genutzt.












Unser Wadi war furztrocken und langsam fliessen nun ein paar Tropfen (fast schon ein Rinnsaal). Mich nimmt ja schon wunder, wer hier den Wasserfluss berechnet hat, auf jeden Fall hatte der- oder diejenige keine Ahnung. Auf jeden Fall haben wir nun hier diese wunderschöne Wasserrinne, die meist trocken ist, deshalb haben wir es Wadi getauft. So wie die trockenen Flüsse in der Wüste.




Trotz der Sommertrocken heit blüht es noch immer im weissen Beet. Fast vorbei und bald bereit zum schneiden ist meine Annabelle, sie hat sich gut gehalten und ich bin noch immer froh, dass ich mich für sie entschieden habe.

Dann streben hier noch Stockrosen zum Himmel, Malven kippen kopfüber ins Beet, da sie so lange Stengel gemacht haben. Der Sommerflieder hat von ganz unten wieder durchgetrieben und streckt seine Dolken nun halt eher in Kniehöhe als über Kopf heraus. Die weisse Fetthenne fängt an Farbe zu zeigen, da ist es dann bald nicht mehr so lange bis die Morgen wieder dunkel sind und der Abend schon um fünf beginnt.






Das wars für heute aus dem Hause Gartenkraut.
Danke fürs Reinschauen. Grüess Pascale

PS: Inzwischen hat es geregnet und schon wieder aufgehört (10 Minuten vielleicht), das Wadi ist noch immer trocken und auch der Garten leider.






Dienstag, 21. August 2012

Obstwiese

Da hier die Apfelernte begonnen hat (mit Nummer 6: Rettina) , dachte ich mir es ist eine gute Gelegenheit Euch mal unsere Obstwieseo mit den Hochstämmen vorzustellen. Ich habe noch nie vorher bei über 30 Grad mit der Obsternte beginnen müssen, aber es musste sein: Die Aepfel fallen schon von ganz alleine und sie sind reif.




Was ihr hier seht ist das komplette Grundstück. Die Obstwiese wird nach oben zum Berg hin mit einer noch sehr lückenhaften Naturhecke abgegrenzt. Unser oberster Baum ist eine Reneclaude, die jedes Frühjahr bezaubernd blüht und noch nie Früchte getragen hat.
An der Ostseite fliesst (meist trocken im Sommer) ein Bächlein im Wald. Es tönt romantisch, ist es aber nicht. Das Bachbord ist tief ausgehoben und fast nicht zugänglich.

Am Ufer wachsen unsere Kopfweiden, die ich selbst aus Stecklingen gezogen habe. Danach kommt etwas südlicher eine Birke und eine inzwischen riesige Trauerweide.
Wir stecken regelmässig neue Haselnussruten in den feuchten Boden um das ganze steile Hangstück zum Bach hin zu bewachsen. Ebenfalls haben wir letztes Jahr eine Linde und auf Wunsch vom Grospapi nochmals einen Nussbaum (mit viel grösseren und besseren Nüssen, sagt er) gepflanzt. Am Bachufer befindet sich unser grosser Kompostplatz wo wir den Astschnitt und das Unkraut zwischen ein paar sorgfältig eingeschlagenen Pflählen entsorgen, es soll ja nichts ins Bachbeet fallen.

Die Obstwiese wird dominiert vom Nussbaum. Den Sämling habe ich im Alter von ca. 7 Jahren gefunden und meine Uroma hat ihn aus Spass in ihren Blumengarten gesteckt. Das Teil ist gewachsen und heute mehr als Haushoch.

Die Apfelhochstämme sind biologisch bewirtschaftet, ebenso die Wiese. Die Bio-Wiese wird von einem Pächter zwei bis dreimal jährlich gemäht, (das erste Mal jeweils Mitte Juni) und im Herbst kommen dann noch die Schafe für ein paar Wochen, gleich danach schneit es meistens.

Es wachsen hier eine uralte

Berner Rose
Gepflanzt: vor 1969
Ernte: Oktober
Verwendung: frisch zum essen bis ca. November. Wir machen hauptsächlich Süss-Most daraus.

Boskoop
Gepflanzt: 1993
Ernte: Mitte bis Ende September
Verwendung: Lagerapfel, Wähe resp. Flade, Apfelchuechlein, Most


Florina
Gepflanzt: 1993
Ernte: Oktober
Verwendung: Lagerapfel bis ca. März, Essapfel


Surgrauch
Gepflanzt: 1998
Ernte: Oktober
Verwendung: Most


Rettina
Gepflanzt: 1998
Ernte: September
Verwendung: zum frisch essen, schlecht Lagerbar


Wilder von Berneck
Gepflanzt: 2000
Ernte: Oktober
Verwendung: Most

Danke für Euer Interesse, hends guet
Grüess Pascale

Donnerstag, 16. August 2012

Der Kräutergarten im August

Wie überall haben auch wir hier vor allem Trocken, Trocken, Trocken.
Ich giesse meine Kräuter jedoch aus Prinzip nicht ausser die welche in Töpfen stehen.




Erntereif sind gerade: Basilikum, Pfefferminzen, Ysop, Salbei, Goldmelisse, Veilchen, Rosmarin, Majoran, Thymian, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Petersilie

Schon fast verblüht und deshalb zum Abschneiden und kompostieren bereit sind: Zitronenmelisse und bald auch der Ysop.

Die Ysophecke welche den Kräuter vom Gemüsegarten trennt wirkt in dieser Saison immer etwas verwuschelt und verwildert. Nach dem Schnitt dauert es jedoch nur kurz und ich habe wider grüne Buckelchen auf der Mauer stehen.

Ein neuer Versuch steht gerade im schwarzen Topf (Bild rechts): Ingwer.
Ich hatte zuviel Ingwer gekauft und habe die Knolle bevor sie noch schlimmer aussah einfach in Anzuchterde gesteckt und vergessen. Vor 2 Wochen habe ich das Töpfchen im Beet unter den Rhododendren gefunden und oh Wunder, es hat ausgetrieben. So darf es jetzt am Rand im Topf wachsen. Ich bin gespannt ob was daraus wird.

Mittwoch, 15. August 2012

Gurken, Kürbis und Zucchetti

Feine Ernten warten im Garten. Bevor es aber soweit ist, haben schon viele Gäste die Blüten besucht.
Auf dem Bild sind Rondini, sie wachsen genau wie Zucchetti. Ernten wenn Tennisball gross



Zucchetti oder klein gehalten "Zucchini" genannt, brauchen viel Platz und am besten zwei Pflanzen nahe beieinander (Nahe bedeutetet jede benötigt 50 cm2 für sich!) um die Befruchtung zu erleichtern.

Die grossen Blüten erscheinen an männlichen und weiblichen Trieben. Es gibt also welche mit kleinen Früchten hintendran - super zum Fritieren.

Die Pflanzen benötigen regelmässige Wassergaben, sonst kann es sein, dass die Früchte bitter werden.
Bittere Früchte entsorgen wir auf dem Kompost.
Ebenfalls sind sie Starkzehrer, dass heisst, dass ich sie im Frühling auf einer Schicht Kompost auspflanze und im Sommer nochmals mit Schachtelhalm, Brennesselbrühe nachdünge.



Aus den Blüten kann man Feine Sachen zubereiten. 
Die Blüten werden sorgfältig abgeschnitten und der Stempel mit der Schere entfernt.
Nach Geschmack können die Blüten nun mit einer Masse aus Frischkäse und Kräutern oder mit einer gewürzten Fleischfarce gefüllt werden. Anschliessend vorsichtig fritieren oder im Ofen überbacken.
Einfach köstlich.
Der Stil wird zum Kochen drangelassen, aber nicht mitgegessen.

Mit Frischkäse gefüllt, essen wir die sogar unfrittiert einfach so zum Beispiel zu Geschwellten und Käse mit dazu oder zu einem Brotznacht. FEIN !

En Guete - Grüess Pascale

Donnerstag, 9. August 2012

Kapuzinerkresse



mit ihren fröhlichen orangen Blüten und den scharfen Senfölen gibt die Kapuzienkresse jedem Salat das gewisse "Etwas".

Anbau im Garten

Die Kapuzinerkresse wird im Mai/Juni an Ort und Stelle ausgesäht. Es gibt rankende und Buschige Sorten, so dass jeder seinen Liebling finden kann.

Sie blüht in gelb, orange und manchmal sogar rot.

Die Knospen werden eingelegt als Kapernersatz genossen, die aufgeblühten Blüten können als Salatbeigabe genossen werden. Die Blätter sind etwas zu fleischig für meinen Geschmack, aber ich kenne Leute die sie kleinschneiden und auch unter den Salat mischen.

Beim Trocknen verliert sie Geschmack und Heilkraft.

Bei mir wächst die Kapzinerkresse dieses Jahr zusammen mit den Bohnen an Schnüren (hat sich nicht bewährt), sie wird nächstes Jahr wieder den Platz mit den Gurken am Gerüst teilen müssen.

Die aetherischen Öle der  Kapuzinerkresse sollen Schädlinge fernhalten und kann so als Schutz auf Baumscheiben oder im Gemüsebeet gepflanzt werden. Ich sehe oft, dass sie voller schwarzer Läuse ist, die Nachbarn jedoch keine haben.

Magisches
An heissen Sommertagen soll sich die Kapuzinerkresse elekrisch aufladen können, was dann in der Dunkelheit sichtbar ist. Ich habs noch nie gesehen.

Heilkraft

Die Kapuzinerkresse hilft gegen Erkältung. Ich nehme an die Senföle in ihr lösen den Schleim  (Was meinen Husten erklärt *lach)
Sie stärkt das Immunsystem und ist harntreibend.


Samstag, 4. August 2012

Ein Garten heisst Veränderung

Man plant einen Garten, meist wenn die Kinder klein sind, und passt die Umgebung an. Da steht eine Schaukel, dort die Rutschbahn, irgendwo im Blickfeld der Sandkasten und im Sommer das Planschbecken. Möglichst keine Giftpflanzen, möglichst einen Zaun rund herum, damit die Kleinen nicht auf die Strasse gelangen können.

Ja, das war auch bei uns so. Doch nach und nach wurde als Erstes der Sandhaufen aufgehoben, da keiner mehr darin spielte ausser Nachbars Katze. Damals hatten wir noch keine eigene Katze.

Dann wurde das Plantschbecken zu klein und es musste so ein Aufstellpool her (meine Güte im Sommer habe ich nur die Hälfte des Gartens! nein das ist übertrieben, aber es kommt mir so vor)





Nun sind die beiden schon viel grösser. Der Junior kommt nächste Woche in die Lehre und befindet sich (ausser unter Protest zum Rasenmähen oder helfen), eigentlich nicht mehr gross im Garten. Baden geht er im Freibad mit dem Kumpels und Kumpelinen. Sogar ein Liegestuhl hat einfach zu viel Sonne zum lesen, in diesem Alter könnte man einem ja ansehen, dass man draussen war *lach

Madämchen hat schon im Frühling mitgeteilt, sie sei jetzt zu alt zum rutschen (das sei nur was für Kleinkinder), die Rutsche könne weg. Das Trampolin sei zu klein und die Schaukel am Nussbaum zu weit weg (man muss eine Bergtour von ca. 1 Minute in die Obstwiese machen ;-).

Die benutzt aber noch den Pool und nur wegen ihr habe ich mich weichklopfen lassen und ihn nun für die Sommerferien doch nochmals aufgestellt.

So entstehen Veränderungen, die Kinder werden grösser. Das Holz morsch, die Plätze brauchen andere Verwendungen.

Als erstes ging diese Woche (wir haben ja Ferien und somit Zeit zum Arbeiten ums Haus !!!) das Trampolin weg.


da haben wir nun ein Splittplätzchen mit verdorrtem Liguster und einer Spielwiese...
Was eröffnet das für Möglichkeiten ?!
Dieses Jahr passiert hier sicher noch nichts, schliesslich muss das ganze gut durchdacht werden und die finanziellen Möglichkeiten erst mal angespart werden.
Aber ich fang dann mal an zu zeichnen.
Für solche "Pläne" mach ich meist ein Foto der Gesamtansicht oder zeichne eine Grobskizze mit allen Wünschen und Träumen. Dann gehts ab damit zur "Schattenregierung" schliesslich wohnt man Schatz ja auch da und so entscheiden wir dann welches Modell schliesslich umgesetzt wird.
Für hier zum Beispiel wünschen wir uns eine Wasserrinne und es muss ein besserer Zugang zum Kiesplätzli am gelben Beet geschaffen werden. Das hier wäre eine Möglichkeit.















dieses Foto habe ich vor langer Zeit mal aus einer Zeitschrift ausgeschnitten und ins Gartendossier gelegt, das wäre doch jetzt die Möglichkeit. (Habt ihr auch so ein Gartendossier ? Das ist einfach ein Sichtmäppli, wo ich alles was ich an schönen Gartensachen sehe reinlege, man weiss ja nie...)
Aber es gibt noch tausend andere Ideen, mal sehen was es dann schlussendlich wird,  ihr werdet es ja mitbekommen.

Nur bitte ganz ohne Buchs. Als wir am Dienstag aus den Ferien heimkamen, trafen wir nämlich unsere restlichen Buxus nur noch als trockene Stengel an. Während dieser Woche Abwesenheit hat der Zünsler zugeschlagen und ALLES kahl gefressen (nein ich habe keine Fotos gemacht, das frustriert mich auch so schon genug).

Gestern und heute haben wir nun alle verliebenen abgenagten Stengel ausgegraben und entsorgt.
Da wir schon dabei waren, haben wir auch gleich die maroden Gerüste im Gemüsegarten ausgegraben und das neue Himmbeerbeet eingerichtet. Ihr könnt die Halterungen ganz hinten an der kleinen Mauer sehen.


Der Kürbis wurde aus dem auseinanderfallenden Gitter gewickelt und muss ich nun erst mal erholen. Ich glaub ich geb nachher noch Arnica ins Giesswasser.

Doch gibt es Stellen die sind jedes Jahr schön: mal mehr mal weniger aber immer sehenswert.
Zum Beispiel gfällt mir immer wieder diese Kombination aus Rudbeckia, rosa Hortensie und den weissen Herbstastern.



wegen dem Strassenbau, ist es natürlich dieses Jahr etwas weniger toll als andere Jahre, aber trotzdem. So sah es letztes Jahr aus.

damals gabs noch Buxus...

Was mich gerade auch noch fasziniert sind die "Blüten" des Knoblauchs. Seht mal her. Es sind lauter kleine Brutzwiebelchen entstanden, welche man z.B. gut in Essig oder Öl einlegen könnte. Es sieht aber auch im Garten super aus.





Dann sind aus den Ferien noch diese 3 Gesellen mitgeschwommen.



Danke, dass ihr reingeschaut habt. Ich geh jetzt mal wieder raus in die Hitze und werfe mich in meine Hängematte am Schatten und wünsche auch Euch ein schönes Wochenende.


Grüess